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Keystone-SDA | Samstag, 18. Juli 2026

Libanons Präsident reist für Trump-Treffen nach Washington

Vor dem Hintergrund der jüngsten Gespräche mit Israel reist der libanesische Präsident Joseph Aoun auf Einladung von US-Präsident Donald Trump nach Washington. Aoun und seine Frau hätten Beirut am Morgen verlassen, teilte das libanesische Präsidialamt auf der Plattform X mit. Geplant sind demnach ein Gipfeltreffen im Weissen Haus sowie Beratungen mit verschiedenen US-Beamten.

Als Themen nannte Aouns Büro die Lage im Libanon, Wege zur Festigung der Waffenruhe sowie die Sicherheit und Stabilität vor allem im Süden des Landes und den Rückzug Israels von libanesischem Gebiet. Ein Termin für das Treffen mit Trump wurde in der Mitteilung nicht genannt. Als das Treffen Anfang des Monats angekündigt wurde, war aber die Rede vom kommenden Dienstag (21. Juli).

Erstmals seit Jahrzehnten direkte Gespräche mit Israel

Die libanesische und israelische Regierung führen seit Mitte April erstmals seit Jahrzehnten direkte politische Gespräche. Ziel ist aktuell, die Waffenruhe im Konflikt zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon zu festigen. Die libanesische Regierung selbst ist keine Kriegspartei. Die USA vermitteln in den Gesprächen, die Hisbollah ist nicht beteiligt. Israel und der Libanon unterhalten offiziell keine diplomatischen Beziehungen miteinander.

Konkret geht es derzeit um den Abzug israelischer Truppen aus zwei Gebieten im Südlibanon. Dort soll die reguläre libanesische Armee die Kontrolle übernehmen. Nach Gesprächen in der italienischen Hauptstadt Rom hiess es am Mittwoch aus libanesischen Regierungskreisen, es habe "sichtbare Fortschritte" gegeben.

Trotz der Waffenruhe gibt es weiterhin Kämpfe im Südlibanon. Sowohl die Hisbollah als auch die libanesische Regierung bezeichnen eine von Israel einseitig verfügte "Sicherheitszone" als völkerrechtswidrige Besetzung. Israel kontrolliert dort laut libanesischen Angaben derzeit rund 620 Quadratkilometer im Süden des Landes. Laut israelischer Führung soll damit die Bevölkerung im Norden des Landes besser vor Angriffen der Hisbollah geschützt werden.

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