Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Lichterspektakel am Himmel über dem Sarganserland
Von Bad Ragaz bis zum Nebensee – der Himmel über dem Sarganserland hat gestern Abend gegen 22.30 Uhr ein einmaliges Elrebnis geboten. Die wunderbaren Bilder unserer Leserschaft sind Zeuge des Spektakels.
«Der Himmel brennt», hat eine Leserin zu ihrem Bild geschrieben. «Ich bin vollkommen überwältigt», schreibt uns ein Leser. So wo ihm ging es gestern Abend vielen Sarganserländerinnen und Sarganserländer.
Grund für das Spektakel war ein Sonnensturm der Stufe G4, wie «Meteonews» im Nachgang meldete – gemäss Angaben vom Space Weather Prediction Center (SWPC) handelt es sich um den stärksten Sturm seit über 20 Jahren. Die Folge – auch über dem Sarganserland tanzten die Aurora borealis, im Volksmund Polarlichter genannt in allen Farben. Und weil das noch relativ früh in der Nacht – gegen 22.30 Uhr – war, konnten viele unserer Leserinnen und Leser das Spektakel in vollen Zügen geniessen.
Eine Auswahl der besten Bilder aus der Leserschaft stellen wir hier online – und die Redaktion bedankt sich für die vielen Einsendungen aus dem ganzen Sarganserland. Merci!
Polarlicher – darum sind sie so farbig
Die Polarlichter kommen - wie es der Name vermuten lässt - grundsätzlich am häufigsten nördlich oder südlich der jeweiligen Polarkreise vor, also in den polaren Gebieten. Auf der Nordhalbkugel heissen Sie Aurora borealis, auf der Südhalbkugel Aurora australis. Sie entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwinds auf Sauerstoff- und Stickstoffatome in den oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen und diese ionisieren.
In den Polarregionen treffen diese Teilchen fast senkrecht auf das Magnetfeld, weshalb die Energiedichte hoch ist und Polarlichter dort sehr häufig auftreten. In mittleren Breiten wie der Schweiz treffen die Teilchen hingegen nur schwach auf das Magnetfeld, sodass Polarlichter deutlich seltener und meist schwächer sind.
Auch die Farben hängen davon ab, in welcher Höhe der Atmosphäre die Teilchen auf Sauerstoff oder Stickstoff treffen: Grüne Polarlichter entstehen in niedrigeren Schichten (ca. 100 km Höhe) und sind in den Polarregionen am häufigsten, während rote Polarlichter in höheren Schichten (ab etwa 200 km Höhe) leuchten. Bei uns sind grüne Polarlichter sehr selten, weil die Teilchen hier nicht genug Energie haben, die unteren Atmosphärenschichten anzuregen. Stattdessen sieht man bei klaren Nächten eher rote oder rötlich-rosa Lichter, die von besonders starken Sonnenstürmen erzeugt werden. Im aktuellen Fall hat es aber selbst bei uns für grüne Polarlichter gereicht, wie obige Bilder beweisen. (Quelle: «Meteonews»)

























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