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Livio Wenger scheidet in den Halbfinals aus
Der Traum von der Olympia-Medaille platzt für Livio Wenger bereits in den Halbfinals des Massenstart-Rennens. Der Luzerner kommt drei Runden vor Schluss selbstverschuldet zu Fall.
Der 33-jährige Eisschnellläufer, WM-Dritter 2024, schien auf Kurs zu sein. Er ging zunächst nicht auf Punktejagd und setzte auf den Schlussspurt, um dort in die Top 3 zu fahren. Alles lief nach Plan, ehe er stürzte. Im Skifahren würde man vom Verkanten sprechen.
2018 wurde Wenger in Pyeonchang Vierter, 2022 in Peking Siebenter. Nun vergab er in Bestform die Chance, den Sprung aufs Olympia-Podest doch noch zu schaffen.
Der Finallauf schreib dann eine besondere Geschichte. Der 40-jährige Niederländer Jorrit Bergsma kam mit einem frühen Fluchtversuch, zusammen mit dem unbekannten Dänen Viktor Hald Thorup, unerwartet durch. Vor 12 Jahren in Sotschi 2014 war Bergsma schon Olympiasieger im 10'000-m-Lauf geworden.
Die Schweizer Frauen hingegen hatten im Vorlauf in den Zwischensprints genügend Punkte gesammelt und standen somit im Final der Top 16. Kaitlyn McGregor ging von Beginn an auf einen Diplom-Platz aus und beteiligte sich an den Zwischensprints. Die dort gescheffelten Zähler ergaben den 6. Schlussrang, Romana Härdi wurde Elfte.
Im Final gehen die Medaillen an jenes Trio, das zuerst die Ziellinie überquert - wer aufs Podest will, der beteiligt sich nicht an den Zwischensprints, die der Resultatkosmetik dienen. Die Niederländerin Marijke Grönewoud, die wegen zuvor mässiger Leistungen unter Druck stand, setzte sich souverän durch. Silber ging an die Kanadierin Ivanie Blondin, Bronze mit Mia Manganello in die USA.
















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