Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Ölpreise geben deutlich nach
Die Ölpreise haben zum Wochenauftakt nach dem am Freitag erreichten Fünf-Monats-Hoch deutlich nachgegeben.
Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im Dezember fiel im frühen Handel um knapp zwei Prozent auf 107,83 Dollar. Am Freitag war der Brent-Preis bis auf 110 Dollar geklettert und hatte damit den höchsten Stand seit Mai erreicht.
Am Montag kamen unterschiedliche Signale aus der Krisenregion im Nahen Osten. So gab es erneut Angriffe auf zwei Tanker im Persischen Golf. Zudem griff die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz aus dem Jemen Saudi-Arabien an. US-Energieminister Chris Wright versuchte dagegen, die Gemüter mit Aussagen zur Versorgung aus dem Persischen Golf zu beruhigen.
Wrights Worten zufolge haben sich die Öllieferungen aus dem Persischen Golf auf etwa 80 Prozent ihres Niveaus vor dem Konflikt erholt. Die Lieferungen von Raffinerieprodukten seien aber weiterhin eingeschränkt. Er stehe in Gesprächen mit europäischen Verbündeten, um Dieselvorräte freizugeben, sagte Wright.
Im Sommer war der Brent-Kurs wegen der Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs bis auf 70 Dollar zurückgefallen. Da die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA aber seit Monaten stocken, zog der Ölpreis wieder kräftig an. Nach wie vor bleibt die Lage im Nahen Osten der wichtigste Faktor für die Entwicklung am Ölmarkt.
Seit Ende 2025 hat sich Brent um fast 80 Prozent verteuert, auch wenn der aktuelle Kurs rund 15 Prozent unter dem Jahreshoch liegt.

















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