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Lugano gewinnt, St. Gallen verliert, und Sion braucht einen Exploit
Lugano ist der Ligaphase der Conference League im Playoff-Hinspiel einen Schritt näher gekommen, für St. Gallen bleibt alles offen, und Sion benötigt im Rückspiel einen Exploit.
Lugano fuhr den einzigen Schweizer Sieg an diesem Europacup-Donnerstag ein. Die in dieser Saison noch makellosen Tessiner gewannen daheim gegen Maccabi Tel-Aviv 2:1. St. Gallen kassierte bei den Dänen von Nordsjaelland eine knappe 0:1-Niederlage. Der FC Sion hat nach dem 2:4 zuhause gegen Ajax Amsterdam nächste Woche eine Herkules-Aufgabe vor sich, um das Handicap auf dem Weg in die Ligaphase wettzumachen.
Der FC St. Gallen war in Farum, einem Vorort von Kopenhagen, auf Augenhöhe mit den Gastgebern und hätte den Ausgleich nach dem frühen Gegentor im Verlauf der zweiten Halbzeit verdient gehabt. Lukas Daschner kam dem 1:1 zweimal nahe. In der 65. und 70. Minute lenkte Nordsjaellands Goalie Andreas Hansen Schüsse des Deutschen entscheidend ab, zuerst an die eigene Latte, dann knapp am Pfosten vorbei.
Es hätte für die Ostschweizer aber auch schlimmer kommen können als 0:1. Nach dem schönen Tor von Nicklas Röjkjaer in der 13. Minute hatte der Dritte der letzten dänischen Meisterschaft noch zwei exzellente Torchancen, die Goalie Lawrence Ati Zigi zunichtemachte. Für das Playoff-Rückspiel in St. Gallen, das am nächsten Donnerstag über den Vorstoss in die Ligaphase entscheidet, bleibt somit alles offen.
Sion führte, glich aus und verlor doch
Der FC Sion benötigt nächste Woche in Amsterdam eine aussergewöhnliche Leistung, um die Playoffs zu überstehen. Das 2:4 ist eine grosse Hypothek für das Team von Trainer Didier Tholot, das im Tourbillon für eine vorab in der ersten Halbzeit gute Leistung schlecht belohnt wurde.
Die Sittener gingen nach einer guten halben Stunde durch Franck Surdez verdient in Führung. Doch nach der Pause wurde die berühmte Gastmannschaft stärker. Der Deutsche Julian Brandt mit einem unhaltbaren Schuss und der ebenfalls auf diese Saison hin zu Ajax gewechselte Brasilianer Marco Leonardo trafen innerhalb von sieben Minuten zur Wende (53. und 60.).
Ein Penalty, den Winsley Boteli für ein nicht offensichtliches Foul zugesprochen bekam, brachte Sion in der 72. Minute zurück ins Spiel. Ilyas Chouaref traf, doch die Freude hielt nicht lange. Der unmittelbar nach dem 2:2 eingewechselte Nigerianer Tolu Arokodare stellte noch vor Beginn der Schlussviertelstunde auf 3:2 für den Favoriten. Das 4:2 durch Routinier Davy Klaassen fiel in der 87. Minute.
Luganos rasche Antwort
Lugano erspielte sich den kleinen Vorsprung gegen Maccabi Tel-Aviv dank der Tore von Kevin Behrens und Anto Grgic. Der deutsche Stürmer traf nach einer halben Stunde mit dem Kopf und profitierte dabei von einem Fehler des gegnerischen Goalies. Grgic verwertete einen Penalty in der 54. Minute zum 2:1, kurz nachdem die Israeli durch Ido Shahar ausgeglichen hatten. Den zweiten Ausgleich der Gäste verhinderte in der 86. Minute die Latte.
Für die Luganesi geht es nächste Woche nach Georgien, wo das Rückspiel wegen der schwierigen Sicherheitslage in Israel ausgetragen werden muss. Das Team von Mattia Croci-Torti hat genauso wie Thun, St. Gallen und Sion am Wochenende spielfrei, um sich ideal auf die Europacup-Rückspiele vorzubereiten.
Telegramme:
Nordsjaelland - St. Gallen 1:0 (1:0)
SR Berka (CZE). - Tor: 13. Röjkjaer 1:0.
St. Gallen: Ati Zigi; Ruiz, Stanic, Okoroji; Vandermersch (67. Owusu), Görtler, Daschner (76. Fazliji), Frokaj (46. Witzig), Stevanovic; Baldé (81. Efekele), Hunziker (66. Besio).
Sion - Ajax Amsterdam 2:4 (1:0)
SR Al-Hakim (SWE). - Tore: 34. Surdez 1:0. 53. Brandt 1:1. 60. Marcos Leonardo 1:2. 72. Chouaref (Penalty) 2:2. 74. Arokodare 2:3. 87. Klaassen 2:4.
Sion: Racioppi; Lavanchy, Sow, Kronig, Hefti; Kabacalman, Baltazar (82. Lukembila); Chouaref (85. Kololli), Boteli (82. Berdayes), Surdez (76. Rrudhani); Nivokazi (76. Sylla).
Lugano - Maccabi Tel-Aviv 2:1 (1:0)
SR Milanovic (SRB). - Tore: 31. Behrens 1:0. 47. Shahar 1:1. 54. Grgic (Penalty) 2:1.
Lugano: von Ballmoos; Papadopoulos, Mai, Delcroix, Zanotti, Bislimi, Grgic, Cimignani (89. Kendouci); Steffen (81. Pihlström), Dos Santos (71. Marques), Behrens (71. Moncada).


















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