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Malaria-Risiko an Schweizer Flughäfen laut Bund sehr gering
Trotz neuer Malaria-Fälle in der Umgebung des Frankfurter Flughafens sieht der Bund für die Schweiz keine grosse Gefahr. Das Risiko solcher Infektionen an Schweizer Flughäfen sei "sehr gering", teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Keystone-SDA mit.
Die aktuellen Fälle in Frankfurt am Main änderten nichts an der Risikobewertung für die Schweiz, so das BAG am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA weiter. Malaria ist in der Schweiz meldepflichtig. Jährlich werden hierzulande rund 300 Malariafälle gemeldet. Die Infektionen werden fast ausnahmslos im Ausland erworben.
Auch in der Schweiz hat es in der Vergangenheit aber bereits dokumentierte Fälle der sogenannten Flughafen-Malaria gegeben, so das BAG weiter. Dabei werden mit Malariaerregern infizierte Mücken mit Flugzeugen aus Malariagebieten eingeschleppt. Stechen sie danach Menschen in der Umgebung, können sie die Krankheit übertragen.
Ein grösserer Ausbruch ereignete sich im Sommer 1989 in Genf: Fünf Menschen erkrankten an Malaria, obwohl sie nicht in einem Malariagebiet gewesen waren. Alle wohnten weniger als zwei Kilometer vom Flughafen Genf-Cointrin entfernt, wie die im Jahr 1990 veröffentlichten Fallstudien zeigen.
Anwohner in Frankfurt erkrankt
In Frankfurt am Main waren im Sommer sechs Flughafenmitarbeiter an Malaria erkrankt, zwei von ihnen starben. Am Dienstagabend wurde bekannt, dass erstmals auch Anwohner betroffen sind. Die beiden Erkrankungen werden von den Behörden ebenfalls als Flughafen-Malaria eingestuft. Die Betroffenen aus dem fünf Kilometer vom Flughafen entfernten Stadtteil Schwanheim hatten keine Auslandsreise gemacht und arbeiteten nicht am Flughafen.
Das Frankfurter Gesundheitsamt geht davon aus, dass infizierte Anopheles-Mücken aus einem Malariagebiet mit einem Flugzeug eingeschleppt wurden und anschliessend bis nach Schwanheim gelangten. Die Mücken könnten laut den Behörden fünf bis zehn Kilometer weit fliegen. Ob ein Zusammenhang mit den früheren Fällen besteht, wird noch untersucht.

















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