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Keystone-SDA | Donnerstag, 16. April 2026

Mandelson-Krise holt britischen Premier Starmer erneut ein

Die Ernennung von Peter Mandelson zum britischen Botschafter in den USA bringt Premierminister Keir Starmer erneut in Erklärungsnot. Laut einer Recherche des "Guardian" soll Mandelson im Januar 2025 kurz vor seinem Amtsantritt eine Sicherheitsfreigabe zunächst verweigert worden sein. Das negative Ergebnis der "streng vertraulichen Hintergrundüberprüfung durch Sicherheitsbehörden" sei aber übergangen worden.

Die Verbindung des im September 2025 abberufenen Botschafters zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hatte in Grossbritannien eine Regierungskrise ausgelöst. Gegen Mandelson ermittelt die Polizei wegen des Verdachts des Fehlverhaltens in einem öffentlichen Amt, im Kern geht es um die Weitergabe sensibler Informationen. Die Regierung hatte zuletzt unter dem Druck der Krise erste Dokumente zur Berufung des früheren Wirtschaftsministers öffentlich gemacht.

Ein Regierungssprecher erklärte am Abend, das Sicherheitsprüfungsverfahren sei vom Aussenministerium durchgeführt worden. "Weder der Premierminister noch ein anderer Regierungsminister" hätten bis Anfang dieser Woche davon gewusst, dass Mandelson entgegen der Empfehlung nach der Überprüfung die Sicherheitsfreigabe erhalten hatte. Der Premierminister habe umgehend eine Überprüfung des Vorgangs angeordnet, sagte der Sprecher der Nachrichtenagentur PA.

Bekannt geworden war zuletzt durch die Veröffentlichung der Dokumente, dass Starmer vor der Ernennung von Mandelson zum Botschafter in den USA vor dem Risiko eines Reputationsschadens gewarnt worden war. Starmer hatte eingeräumt, von der Freundschaft zu Epstein gewusst zu haben. Der Premier betonte aber, nicht im Detail informiert gewesen zu sein - Mandelson bezichtigte er der Lüge.

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