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Keystone-SDA | Freitag, 01. Mai 2026

Mathias Flückiger fährt mit 37 Jahren "einfach weiter"

Mehr als 800 Tage kämpfte Mathias Flückiger um seine Unschuld. Heute ist der 37-jährige Berner Familienvater, mit sich und der Welt im Reinen - und sportlich noch nicht am Ende seines Weges.

Lange war er ein Getriebener, stets auf der Suche nach Optimierungen, auf dem Bike wie in der Werkstatt. Jetzt, mit 37 Jahren und nach bewegten Jahren mit grossen Erfolgen und einem einschneidenden Rückschlag aufgrund eines Dopingvorwurfs, der erst mehr als zwei Jahre später offiziell ausgeräumt wurde, erlebt die Mountainbike-Szene einen neuen Mathias Flückiger.

Der neue Mathias Flückiger ist ein entspannter Familienvater, der seinen inneren Frieden gefunden hat. Ein Olympia-Zweiter, mehrfacher WM-Medaillengewinner und ehemaliger Gesamtweltcupsieger, der mit sich und der Welt im Reinen ist, der seinen Sport im Herbst der Karriere geniesst wie vielleicht noch nie. Einer, der trotz seines Alters noch nicht ans Karriereende denkt und an der WM Ende August im Val di Sole, dem Saison-Höhepunkt, noch einmal vorne mitmischen will.

Plötzlich ein vermeintlicher Doper

Vor einem Jahr wurde Flückiger zum ersten Mal Vater. Ein Ereignis, das ihm nicht zuletzt half, mit der Vergangenheit abzuschliessen, mit der traumatischen Zeit, als er für die Öffentlichkeit plötzlich fälschlicherweise als Doper dastand.

Es war im August 2022, mitten in seiner sportlich erfolgreichsten Zeit, als eine Dopingprobe vom Juni die verbotene anabole Substanz Zeranol in Flückigers Körper nachwies und der Olympia-Zweite von 2021 provisorisch gesperrt wurde. Die Konzentration war so gering, dass es sich um ein "Atypical Finding" handelte. Doch der Schaden war angerichtet.

Was folgte, war ein mehr als 800-tägiger Kampf um seine Unschuld. Die Nachricht habe ihm den Boden unter den Füssen weggezogen, schilderte Flückiger rückblickend: "Am 18. August 2022 stand ich eine Stufe vor dem Abgrund. Alle meine Werte, nach denen ich mein ganzes Leben gelebt habe, wurden von einer auf die andere Sekunde infrage gestellt. Man hat mir einfach nicht mehr geglaubt."

Erst im Oktober 2024 wurde Flückiger offiziell freigesprochen. Ein Teil der seelischen Wunden waren zu diesem Zeitpunkt schon verheilt, Flückigers Leben verlief wieder in geordneten Bahnen. Sportlich bedeutete der Vorfall ein Knick. Zwar gewann er im August 2023 wieder ein Weltcuprennen, ganz zur Konstanz auf höchstem Level fand er nicht mehr.

Der neue Alltag

Doch das ist im Herbst der Karriere verschmerzbar. Denn spätestens seit Februar 2025 und der Geburt von Tochter Mina Ida ist Flückigers Leben endgültig wieder im Lot.

Nach wie vor trainiert er nach dem Motto, jeden Tag besser zu sein als am Tag zuvor. Nach wie vor investiert er viel, um mit der Entwicklung des Sports Schritt zu halten und auch 2026 im Weltcup und an der WM um Podestplätze zu fahren. Der Alltag sei jedoch anders geworden. Er brauche ein besseres Zeitmanagement, sagt Flückiger, aber Familie und Tochter seien definitiv eine sehr schöne Veränderung. Jetzt, wo die Tochter ein Jahr alt ist und seine Frau wieder arbeitet, hat Flückiger zwei Papi-Tage pro Woche. Das beeinflusst zwar das Training, er geniesst diese Zeit aber in vollen Zügen.

Ans Aufhören will Flückiger angesichts der Stimmigkeit vor der Saison 2026 nicht denken. "Die Frage nach dem 'Wie lange noch' wird mir gestellt, seit ich Dreissig bin. Ich will nicht übers Aufhören reden, ich fahre einfach weiter", sagt er.

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