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McGrath: "Schlimmster Moment meiner Karriere"
Die Szene ging im Rummel um die Goldmedaille von Loïc Meillard fast etwas unter: Der Norweger Atle Lie McGrath (25) stapfte nach seinem Ausscheiden im zweiten Slalomlauf quer über die Piste zu einem Waldstück. Stunden später erklärte er seine Reaktion.
"Ich musste einfach weg von allem. Ich dachte, ich würde etwas Ruhe finden - was aber nicht der Fall war, weil Fotografen und Polizei mich im Wald gefunden haben. Ich brauchte einfach etwas Zeit für mich", so McGrath gegenüber norwegischen Medien Stunden nach dem Ausscheiden.
"Normalerweise bin ich jemand, der Dinge gut einordnen kann. Wenn ich in einem Rennen nicht gut fahre, kann ich mir zumindest sagen, dass ich gesund bin, dass meine Familie gesund ist und die Menschen, die ich liebe, da sind." Das sei diesmal aber nicht der Fall gewesen. Am Tag der Eröffnungsfeier starb sein Grossvater. "Ich habe jemanden verloren, den ich so sehr liebe, und das machte es wirklich schwer." Er habe gehofft, diese schwere Zeit mit etwas Gutem abschliessen zu können, so McGrath.
McGrath startete in Bormio als Führender mit 0,59 Sekunden Vorsprung auf Meillard in den zweiten Lauf, fädelte aber noch vor der ersten Zwischenzeit ein und schied aus. Tief enttäuscht warf er daraufhin zuerst die Stöcke weg und stapfte dann zu Fuss los Richtung Wald. "Es ist nicht der schlimmste Moment meines Lebens, aber es ist der schlimmste Moment meiner Karriere - und mit allem, was gerade passiert ist, einer der härtesten Momente meines Lebens", sagte McGrath.
















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