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Messi überstrahlt am Tag der Superstars alle
Gegen Algerien wird Lionel Messi zum ersten Spieler der WM-Geschichte mit Einsätzen an sechs Endrunden - und mit einem Hattrick WM-Rekordtorschütze. Er stellt die anderen Superstars in den Schatten.
Am 24. Juni wird Lionel Messi 39 Jahre alt. Doch der nur 1,70 kleine "Floh" ist noch immer Dreh- und Angelpunkt im Spiel des Titelverteidigers. Keine fünf Minuten sind in Kansas City gespielt, da entwischt der Superstar und bezwingt Algeriens Goalie Luca Zidane in der nahen Ecke.
Ein knappes Offside verhindert das 1:0, doch die Führung ist nur aufgehoben. In der 17. Minute trifft Messi mit einem haltbaren Weitschuss. Danach folgen zwei weitere Tore, sein erster Hattrick in einem WM-Spiel, und eine Auswechslung, um eine Standing Ovation zu geniessen.
Keine Worte
"Es gibt keine Worte mehr, um das zu beschreiben", schwärmte sein Teamkollege und Mit-Weltmeister Alexis Mac Allister. "Wenn jemand dachte, diese Mannschaft sei ohne Leo besser, dann ist heute klar geworden, dass er der Wichtigste von allen ist und wir eine Mannschaft aufstellen müssen, in der er sich wohlfühlt. Denn, wie gesagt, er ist der Wichtigste von allen." Facundo Medina sagte: "Messi macht alles einfach so. Wir sehen das im Training - und es ist der Wahnsinn."
Trainer Lionel Scaloni wurde bei seinem Kommentar schon etwas sentimental: "Man muss es geniessen, denn wir werden ihn vermissen, wenn er nicht mehr auf dem Platz steht." Es ist anzunehmen, dass dies Messis letzte WM ist.
Das Spiel wäre für den Argentinier auch ohne die drei Tore speziell gewesen. Zum 200. Mal streifte er sich das Trikot der "Albiceleste" über - und als erster Spieler überhaupt stand er bei seiner sechsten WM im Einsatz. Auch der mexikanische Goalie Guillermo Ochoa und der Erzrivale Cristiano Ronaldo nehmen an ihrer sechsten WM teil.
Tor wie beim Debüt
Ochoa sass bei Mexikos Sieg gegen Südafrika nur auf der Bank, Ronaldo dürfte Messis Rekord hingegen bei Portugals Auftaktspiel am Mittwochabend gegen Kongo egalisieren. Bereits bei seinem WM-Debüt - auf den Tag genau 20 Jahre zuvor - hatte Messi in Gelsenkirchen gegen Serbien und Montenegro getroffen.
Es war das erste von nun 16 WM-Toren. Damit hat Messi einen weiteren Rekord erst mal egalisiert. Der Deutsche Miroslav Klose hat gleich viele - noch. Es ist kaum anzunehmen, dass der achtfache Weltfussballer des Jahres im weiteren Turnierverlauf kein weiteres Tor mehr schiesst.
Mbappé auf den Fersen
Gefahr droht ihm von einem anderen Spieler, der an diesem Tag der Superstars ebenfalls brillierte. Kylian Mbappé, Weltmeister von 2018, Finalist und Torschützenkönig 2022, erzielte bei Frankreichs 3:1-Sieg gegen Senegal zwei Tore und steht neu bei 14 WM-Toren. Aktuell hat Messi die Nase vorne, langfristig könnte ihm der Franzose noch die Krone abnehmen. Er ist erst 27 Jahre alt.
Für den Moment gibt es aber nur einen unbestrittenen König. An diesem 16. Juni (nordamerikanischer Zeit) erzielte erst Mbappé eine Doublette, dann doppelte der Norweger Erling Haaland bei seiner WM-Premiere seinerseits mit zwei Treffern nach. Das letzte Wort hatte aber Lionel Messi, der "Floh", der sich in seiner Wahlheimat USA sichtlich wohl fühlt und über das ganze Gesicht strahlte.

















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