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Keystone-SDA | Donnerstag, 16. April 2026

Mindestens zwei Tote bei neuen russischen Angriffen auf Kiew

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht einmal mehr von einer Welle russischer Luftangriffe getroffen worden.

Dabei seien mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Kind, schrieb Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko auf der Plattform Telegram. Zudem seien 18 Menschen verletzt worden. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko war das getötete Kind zwölf Jahre alt, eine getötete Frau 35 Jahre.

Journalisten des Nachrichtenportals "The Kyiv Independent" berichteten von lauten Explosionen, als Raketen die Millionenstadt in mehreren Salven getroffen hätten. Schäden an Geschäfts- und Wohnhäusern wurden aus mehreren Stadtteilen gemeldet, wie Tkatschenko schrieb. Einsatzkräfte hätten ein Kind aus den Trümmern eines beschädigten Mehrfamilienhauses gerettet. Sowohl das Kind als auch seine Mutter würden behandelt. Das Ausmass der Schäden und die Opferzahl blieben unklar, da die Angriffe auch am frühen Morgen andauerten.

Angriffe auch auf andere Regionen der Ukraine

Luftalarm wurde auch in anderen Regionen des Landes ausgelöst. In Dnipro, der viertgrössten Stadt der Ukraine, kam bei einem russischen Raketenangriff mindestens ein Mensch ums Leben, zehn weitere wurden verletzt, wie der Gouverneur des Gebietes Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf Telegram schrieb. Mehrere Häuser in Wohngebieten brannten demnach. Bereits vor wenigen Tagen waren bei einem Raketenangriff auf die Industriestadt mindestens fünf Menschen getötet worden.

Auch aus der ukrainischen Hafenstadt Odessa wurden in der Nacht Explosionen gemeldet, wie Gouverneur Oleh Kiper bei Telegram schrieb. Bereits am Abend war beim Einschlag einer russischen Drohne in einen Wohnblock mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, sechs weitere wurden verletzt.

Seit mehr als vier Jahren verteidigt sich die Ukraine gegen die von Russland betriebene Invasion. Seit Kriegsbeginn beschiesst Russland systematisch das Hinterland des Nachbarn und trifft dabei auch immer wieder zivile Objekte.

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