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Nach Katar-Spiel: SFV reagiert auf rassistische Kommentare
Die FIFA stellt an der laufenden WM eine Häufung rassistischer Kommentare fest. Auch das Schweizer Nationalteam hat bereits unschöne Erfahrungen gemacht.
Die Häufung beleidigender, vulgärer oder rassistischer Kommentare hängt in der Regel stark mit dem Ausgang eines Spiels zusammen. So registrierten die Verantwortlichen des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) vor allem nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Katar so viele diskriminierende Nachrichten, dass die Kommentarfunktion auf ihren Social-Media-Kanälen deaktiviert wurde. "Auch, weil es bei einigen der Kommentare um die Hautfarbe oder Herkunft der Spieler ging", sagt Adrian Arnold, Medienverantwortlicher des Schweizerischen Fussballverbandes, gegenüber Keystone-SDA.
Laut der FIFA haben die als rassistisch eingestuften Beiträge im Vergleich zur WM 2022 um drei Prozentpunkte zugenommen. Eine solche Häufung kann der SFV gemäss Arnold nicht bestätigen, da der Verband dazu keine Statistiken führt. Im Vergleich zu früher sei der SFV jedoch mit deutlich mehr solchen Kommentaren konfrontiert. "Denn statt erst Briefpapier zu suchen oder den Laptop zu öffnen, haben die Menschen heute ihr Handy sofort zur Hand", sagt Arnold. Hürden seien praktisch nicht mehr vorhanden.
Viele Kommentare oder Zuschriften seien "bloss" primitiv. Erfüllen sie jedoch den Straftatbestand der Rassismusstrafnorm, werden sie von der juristischen Abteilung des SFV an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet. Auch darüber führt der Verband keine Statistiken.
Da das Schweizer Nationalteam an der WM noch stärker im Fokus steht als sonst, nimmt aber auch die Zahl solcher Meldungen zu. "Leider können wir inzwischen abschätzen, wann die Gefahr einer Häufung solcher niederträchtigen Kommentare steigt", sagt Arnold. "In diesem Fall werden die Kommentarspalten auf unseren Kanälen oft bereits proaktiv gesperrt."

















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