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Keystone-SDA | Dienstag, 13. Oktober 2026

Nato beginnt Manöver zur Verteidigung mit Atomwaffen

Die Nato hat ihr jährliches Manöver zur Verteidigung des Bündnisgebiets mit Atomwaffen begonnen. Das bestätigte ein Sprecher des militärischen Hauptquartiers im belgischen Mons. An der Übung "Steadfast Noon" sollen bis Ende der nächsten Woche Streitkräfte aus 17 Staaten beteiligt sein.

Übungsszenario ist geheim

Zu Details der Übung machte die Nato bis zuletzt keine Angaben. Aus der Bündniszentrale hiess es lediglich, der Umfang sei mit dem des Vorjahres vergleichbar. Damals hatte die Nato von rund 2.000 beteiligten Militärs und mehr als 70 beteiligten Flugzeugen gesprochen. Darunter waren auch hochmoderne Kampfjets vom Typ F-35 sowie Überwachungs- und Tankflugzeuge.

Geheim ist auch das Übungsszenario. Militärexperten zufolge wird bei den regelmässig im Oktober stattfindenden Manövern unter anderem geübt, wie man die Waffen sicher aus unterirdischen Magazinen zu den Flugzeugen transportiert und unter die Kampfjets montiert. Dabei und bei den anschliessenden Angriffsübungen kommen allerdings nur Übungsbomben ohne Kernsprengkopf zum Einsatz.

Rutte spricht von Signal der Entschlossenheit

Die Nato betont, dass "Steadfast Noon" Routine sei und nichts mit aktuellen weltpolitischen Ereignissen zu tun habe. In ihrer Bedrohungsanalyse hat die Allianz allerdings seit Jahren vor allem Russland im Blick. Erst Ende des vergangenen Monats wurde Moskau auch wieder nukleares Säbelrasseln vorgeworfen. Russland hatte mit Blick auf Nato-Manöver und eine aus seiner Sicht drohende Isolierung Kaliningrads mit dem möglichen Einsatz seines gesamten militärischen Arsenals einschliesslich Atomwaffen gedroht.

Nato-Generalsekretär Mark Rutte sagte zur diesjährigen Übung, sie helfe, sicherzustellen, dass die nukleare Abschreckungsfähigkeit des Bündnisses wirksam und glaubwürdig bleibe, um den Frieden zu bewahren und Zwangsausübung zu verhindern. Sie sende zudem ein klares Signal der Geschlossenheit und Entschlossenheit.

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