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Keystone-SDA | Dienstag, 13. Oktober 2026

US-Grossbanken profitieren von starkem Aktienhandel

Die grossen US-Banken sind mit unterschiedlichen Ergebnissen in die Berichtssaison gestartet. Während Goldman Sachs und Citigroup mit kräftigen Gewinnsteigerungen überzeugten, blieben JPMorgan Chase und Wells Fargo teilweise hinter den Erwartungen zurück.

Vor allem der Aktienhandel sorgte für kräftige Zuwächse. Auch das klassische Kreditgeschäft profitierte von der weiterhin robusten US-Wirtschaft.

Die auf das Investmentbanking spezialisierte Goldman Sachs steigerte den Gewinn im dritten Quartal um 29 Prozent auf 5,3 Milliarden Dollar. Die Erträge kletterten um fast ein Viertel auf 18,7 Milliarden. Besonders gut lief der Aktienhandel, dessen Einnahmen um mehr als 70 Prozent auf 6,4 Milliarden sprangen. Auch das Geschäft mit Börsengängen entwickelte sich erfreulich.

Die grösste US-Bank JPMorgan Chase verdiente mit 15,3 Milliarden Dollar rund 6 Prozent mehr als im Vorjahr, verfehlte damit aber die Erwartungen. Belastend wirkte ein Verlust von rund 660 Millionen Dollar auf einer Wertpapieranlage. Die Erträge stiegen um 8 Prozent auf 50,9 Milliarden Dollar.

Warnung vor Haushaltsdefiziten

Bankchef Jamie Dimon verwies auf die robusten Unternehmensinvestitionen und Konsumausgaben in den USA. Zugleich warnte er vor hohen Haushaltsdefiziten, einer hartnäckigen Inflation und geopolitischen Risiken. Die Bank sei daher "auf eine Vielzahl von Szenarien vorbereitet".

Auch die international tätige Citigroup steigerte ihren Gewinn kräftig. Unter dem Strich verdiente das Institut mit 5,25 Milliarden Dollar rund 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders gut liefen das Geschäft mit Firmenkunden und die Vermögensverwaltung.

Die vor allem im klassischen Privat- und Firmenkundengeschäft starke Wells Fargo meldete Erträge von 21,9 Milliarden Dollar und verfehlte damit die Markterwartungen. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,87 Dollar dagegen leicht über den Prognosen.

An der Börse kamen die Zahlen unterschiedlich an. Die Goldman-Sachs-Aktien legten vorbörslich um 3,6 Prozent zu, während die Papiere der Citigroup knapp 2 Prozent und jene von Wells Fargo gut 1 Prozent verloren. JPMorgan gewannen leicht hinzu.

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