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Wirtschaft
Keystone-SDA | Dienstag, 13. Oktober 2026

Nestlé erhält EU-Genehmigung für Wasserdeal

Nestlé hat eine wichtige Hürde bei der Auslagerung seines Wassergeschäfts genommen. Die EU-Kommission hat die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit der US-Beteiligungsgesellschaft Platinum Equity genehmigt, wie die Brüsseler Behörde am Dienstag mitteilte.

Die Wettbewerbshüter haben keine wettbewerbsrechtlichen Einwände gegen die Transaktion. Die beiden Unternehmen seien weder auf denselben noch auf vor- oder nachgelagerten Märkten tätig. Der Zusammenschluss wurde deshalb in einem vereinfachten Verfahren geprüft.

Nestlé und Platinum Equity wollen das Wassergeschäft mit Marken wie Perrier, San Pellegrino und Henniez in ein Gemeinschaftsunternehmen namens Peranel mit Sitz in Paris einbringen. Beide Partner sollen je 50 Prozent daran halten.

Die Transaktion bewertet die Sparte mit 4,9 Milliarden Euro oder rund 4,5 Milliarden Franken. Nestlé nimmt durch den Teilverkauf 2,8 Milliarden Franken ein. Der Abschluss ist für das erste Halbjahr 2027 vorgesehen.

Das Wassergeschäft gilt seit Jahren als Sorgenkind des Nahrungsmittelkonzerns. Die wachstumsschwache Sparte erzielte 2025 einen Umsatz von rund 3,5 Milliarden Franken und steuerte damit knapp 4 Prozent zum Konzernumsatz bei. Belastet wird sie unter anderem durch juristische Probleme wegen unzulässiger Aufbereitungsmethoden bei Mineralwasser in Frankreich.

Die Auslagerung ist Teil des Konzernumbaus unter Nestlé-Chef Philipp Navratil. Der Konzern will sich stärker auf wachstums- und margenstärkere Geschäftsfelder konzentrieren.

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