Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Oerlikon im 1. Quartal mit mehr Aufträgen und tieferem Umsatz
Der Industriekonzern Oerlikon hat im ersten Quartal 2026 klar mehr Aufträge erhalten als im Vorjahr. Der Umsatz ging hingegen wegen des Währungseinflusses zurück. Der Ausblick für das Gesamtjahr wird bestätigt.
Der Auftragseingang legte um 7,9 Prozent auf 455 Millionen Franken zu, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Bereinigt um die negativen Währungseffekte ergab sich gar ein Plus von knapp 18 Prozent.
Der Umsatz sank wegen des Einflusses der Wechselkurse um 3,3 Prozent auf 378 Millionen Franken. Währungsbereinigt ergab sich hingegen auch hier ein Plus von 5,3 Prozent. Die Erwartungen der Analysten wurden damit übertroffen, beim Bestellungseingang sogar sehr deutlich.
Die Entwicklung sei vom Bereich Materialien getragen worden, aber auch der Verkauf von Anlagen habe ein positive Momentum gezeigt, heisst es zum Geschäftsgang im Startquartal. Dabei hätten höhere Preise geholfen, aber auch eine stärkere Nachfrage insbesondere aus der Luftfahrt und der allgemeinen Industrie.
Die Kunden aus diesen Bereichen würden sich weiterhin darauf fokussieren, die Versorgung mit bestimmten kritischen Materialien wie Yttrium und Wolfram sicherzustellen. Diese erhöhte Nachfrage habe zu einem Mengenwachstum im Bereich Materialien geführt und gemeinsam mit den gestiegenen Rohstoffpreisen massgeblich zur Zunahme von Bestellungseingang und Umsatz geführt.
____ Stabilisierung in Europa
Andere Endmärkte, darunter Automobil, Werkzeuge und Luxusgüter, hätten indes erwartungsgemäss weiterhin Gegenwind verspürt.
Regional gesehen setzte die Region Asien und Pazific die starke Entwicklung fort, während auch Nord- und Südamerika eine positive Entwicklung gezeigt haben. In Europa sah Oerlikon Stabilisierungstendenzen.
Ausblick bestätigt
Die bisherigen Prognosen für das Gesamtjahr 2026 werden basierend auf dem ersten Quartal sowie dem aktuellen Bestellungsbestand bestätigt. Demnach rechnet Oerlikon mit einem organischen Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich sowie einer operativen EBITDA-Marge im Bereich von rund 17,5 Prozent. Die geopolitischen Unsicherheiten und ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld dürften die globale Wirtschaft weiterhin belasten, so die im Februar formulierten Erwartungen.

















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