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Keystone-SDA | Montag, 13. April 2026

Papst Leo XIV. beginnt erste Afrika-Reise

Papst Leo XIV. ist zu seiner ersten Afrika-Reise aufgebrochen, der bislang längsten Reise seiner fast einjährigen Amtszeit. In den nächsten elf Tagen wird das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea besuchen.

In Algerien, seiner ersten Station, war ein Papst bislang noch nie. In dem muslimisch geprägten Land mit annähernd 47 Millionen Einwohnern gibt es nur etwa 9.000 Katholiken.

Für Leo hat Algerien jedoch besondere Bedeutung: In der dortigen Region wurde im vierten Jahrhundert der Heilige Augustinus von Hippo geboren, der Namensgeber des Augustinerordens, dem der heutige Papst seit fast 50 Jahren angehört.

Vor seiner Zeit im Vatikan war Leo dessen weltweiter Leiter. Am Dienstag wird er die Stadt Annaba besuchen (früher: Hippo), die Wirkungsstätte des Heiligen. Leo wurde im vergangenen Mai zum Nachfolger des verstorbenen Papstes Franziskus gewählt.

Mehr Katholiken in Afrika als in Europa

Weitere Stationen der Reise sind Kamerun (15. bis 18. April), Angola (18. bis 21.) sowie Äquatorialguinea (21. bis 23.). Im Juni folgt dann eine Reise nach Spanien.

Sowohl in Afrika, wo sich viele Menschen auf den Weg nach Europa machen, als auch in Spanien, wo viele Flüchtlingsboote landen, dürfte es um das Thema Migration gehen. Seine erste Auslandsreise führte Leo vergangenes Jahr in die Türkei und den Libanon. Im vergangenen Monat war er in Monaco.

In Afrika waren in den vergangenen Jahrzehnten Päpste immer wieder zu Besuch. Am häufigsten reiste der polnische Pontifex Johannes Paul II. dorthin: insgesamt 15 Mal. Franziskus war fünf Mal in Afrika.

Der Kontinent gehört zu den Weltregionen, in denen die katholische Kirche wächst. Aktuell leben dort etwa 290 Millionen Katholiken - inzwischen sogar mehr als in Europa. Weltweit kommt aus Afrika inzwischen etwa ein Fünftel (20,3 Prozent) aller Katholiken.

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