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Keystone-SDA | Mittwoch, 15. Juli 2026

Piusbruderschaft reicht Rekurs gegen Verbannung durch Papst ein

Die Piusbruderschaft hat einen vorläufigen Rekurs gegen die vom Vatikan beschlossene Exkommunikation ihrer sechs Bischöfe eingereicht. Der Heilige Stuhl fällte diesen Entscheid am 2. Juli, einen Tag nach der Weihe von vier von ihnen.

Der sogenannte vorläufige Rekurs wurde am 11. Juli eingereicht. Er ist eine Reaktion auf den Entscheid, alle Bischöfe der Bruderschaft zu exkommunizieren. Durchgesetzt wurde dieser vom Dikasterium für Glaubenslehre, das die Aufgabe hat, die katholische Glaubens- und Sittenlehre zu fördern und zu bewahren. Ein Dikasterium entspricht einem Gerichtshof.

Die geweihten Amtsträger der Piusbruderschaft weichen laut dem Dekret des Dikasteriums von der Glaubenslehre ab. Dazu gehören auch ihre Anhänger, die ebenfalls als exkommuniziert zu betrachten seien. Der eingereichte Rekurs hat eine aufschiebende Wirkung des Dekretes zur Folge, wie es dem kanonischen Recht entspricht, so die Piusbruderschaft auf ihrer Webseite.

Messe von neuem Bischof zelebriert

Mit diesem Rekurs beabsichtige die Bruderschaft, "das Recht auszuüben, das die Kirche jeder Person zuerkennt, die sich durch einen Verwaltungsakt geschädigt fühlt, dessen Berichtigung zu verlangen, und zwar in einem Geist des Respekts gegenüber der kirchlichen Autorität und der treuen Verbundenheit mit der Gerechtigkeit, der Wahrheit und dem Wohl der Kirche", hiess es.

Am Mittwoch, 1. Juli, waren der Schweizer Abbé Pascal Schreiber, sein US-amerikanischer Amtskollege Michael Goldade und die französischen Abbés Michel Poinsinet de Sivry und Marc Hanappier in Ecône VS zu Bischöfen geweiht worden. Diese Ernennungen wurden vom Vatikan nicht anerkannt, vor dem Hintergrund eines Schismas, einer religiösen Spaltung, der zweiten seit 1988.

Alle vier wurden am 2. Juli vom Heiligen Stuhl exkommuniziert, ebenso wie die beiden anderen Bischöfe der Piusbruderschaft, der Spanier Alfonso de Galarreta und der Walliser Bernard Fellay. Pascal Schreiber feierte seine erste Messe bereits am 2. Juli anlässlich des Festes Mariä Heimsuchung.

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