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Politiker: Biennale riskiert mit Russlands Pavillon EU-Geld
Europäische Spitzenpolitiker stellen sich gegen die geplante Wiedereröffnung des russischen Pavillons bei der Kunstbiennale in Venedig. "Diese Entscheidung der Fondazione Biennale ist nicht vereinbar mit der kollektiven Reaktion der EU auf die brutale Aggression Russlands", kritisierten der für Kultur zuständige EU-Kommissar Glenn Micallef und Henna Virkkunen, die EU-Vizepräsidentin für Technologie, Sicherheit und Demokratie. Sollte die Fondazione dabei bleiben, werde man "weitere Massnahmen prüfen, einschliesslich der Aussetzung oder Beendigung eines laufenden EU-Zuschusses an die Biennale Foundation".
Die EU-Kommission stellt derzeit nach Angaben eines Sprechers über einen Zeitraum von drei Jahren insgesamt zwei Millionen Euro zur Verfügung. Damit hilft sie der Venice Production Bridge bei der Unterstützung von Filmproduzenten und immersiver Technik. "Kultur fördert und schützt demokratische Werte, fördert offenen Dialog, Vielfalt und Meinungsfreiheit und sollte niemals als Plattform für Propaganda genutzt werden", teilten die Politiker mit.
Die Kunstbiennale vom 9. Mai bis 22. November in Venedig zählt zu den wichtigsten internationalen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Russland hatte zuvor erklärt, in diesem Jahr wieder an der Biennale di Venezia teilzunehmen und seinen Pavillon dort mit Arbeiten einheimischer Künstler zu bestücken. Die Ukraine protestierte am Wochenende dagegen. Aussenminister Andrij Sybiha und Kulturministerin Tetjana Bereschna gaben an, dass die designierte Leiterin des russischen Pavillons Kontakte zur Rüstungsindustrie ihres Landes habe. Das unterstreiche, "dass Kultur in Russland untrennbar mit dem militaristischen Regime verbunden ist".
















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