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Polizei findet menschliche Überreste bei Haus in Engwang
Auf einem Grundstück in Engwang in der Gemeinde Wigoltingen hat die Kantonspolizei Thurgau am Dienstag menschliche Überreste gefunden. Sie nahm einen 50-jährigen Schweizer fest. Er wird verdächtigt, eine seit Anfang Jahr vermisste Frau getötet zu haben.
Seit den Morgenstunden lief ein Grosseinsatz der Polizei auf dem Grundstück, auf dem sich auch ein Wohnhaus befindet. Am frühen Abend teilten die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei in einer gemeinsamen Mitteilung den Fund menschlicher Überreste mit. "Die Identität ist noch unklar und wird durch das Institut für Rechtsmedizin in Zusammenarbeit mit dem Kriminaltechnischen Dienst abgeklärt."
Im Zentrum des Einsatzes stand ursprünglich nicht nur die Suche nach einer Leiche, sondern auch das Sicherstellen von Beweismitteln, wie Fabian Mörtl, Mediensprecher der Thurgauer Staatsanwaltschaft, am Nachmittag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte. Die Suchaktion sei noch nicht abgeschlossen, hiess es in der Mitteilung vom Dienstagabend.
Das Einfamilienhaus mit Gartenanlage wurde dafür bereits am Morgen komplett eingezäunt. Gemäss dem "St. Galler Tagblatt" bewohnten der mutmassliche Täter und sein Opfer das Haus gemeinsam. Vor Ort waren unter anderem der Kriminaltechnische Dienst sowie Polizeihunde.
Mann steht unter dringendem Tatverdacht
Gegen den in Engwang festgenommenen Schweizer führt die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen des Verdachts auf vorsätzliche Tötung. Er ist "dringend tatverdächtig", hiess es in der Mitteilung der Thurgauer Staatsanwaltschaft und der Kantonspolizei.
Die Ermittlungen starteten, nachdem im Januar 2026 eine heute 51-jährige Frau als vermisst gemeldet worden war. "Wir haben sehr umfangreiche Ermittlungen durchgeführt und aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse gehen wir von einem Tötungsdelikt aus", sagte Mörtl.
Frau und Tatverdächtiger waren in einer Beziehung
Der Festgenommene und die 51-Jährige waren in einer Beziehung, sagte Mörtl weiter. Die Vermisstmeldung wurde von Angehörigen der Frau aufgegeben. Ob der Tatverdächtige polizeibekannt war, gab der Sprecher der Staatsanwaltschaft hingegen nicht bekannt.
Welche Erkenntnisse die Polizei vor Ort sonst noch gewann respektive wie viele Polizistinnen und Polizisten im Einsatz standen, wurde aus "ermittlungstaktischen Gründen" hingegen nicht bekanntgegeben.


















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