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Rechnung der Stadt St. Gallen schliesst mit einem Überschuss
Die Stadt St. Gallen hat die Rechnung 2025 unter dem Strich mit einem kleinen Plus abgeschlossen. Trotz eines negativen Betriebsergebnisses resultiert dank eines starken Finanzergebnisses operativ ein Überschuss von 13 Millionen Franken. Der Stadtrat sieht sich auf Kurs, das Ziel eines dauerhaft ausgeglichenen Finanzhaushalts bis 2029 zu erreichen.
Ein betrieblicher Ertrag von 617 Millionen Franken und ein Aufwand von 636 Millionen Franken ergeben zunächst ein betriebliches Defizit von 19 Millionen Franken. Das positive Finanzergebnis von 32 Millionen Franken sorgt jedoch dafür, dass das operative Ergebnis mit einem Überschuss von 13 Millionen Franken abschliesst. Das teilte die Stadt St. Gallen am Mittwoch in einem Communiqué mit. Nach Einlagen in Reserven von netto 11 Millionen Franken bleibt ein positives Gesamtergebnis von 2 Millionen Franken.
Die Rechnung fällt deutlich besser aus als budgetiert. Der betriebliche Ertrag liegt um 29 Millionen Franken über Budget, insbesondere weil die Steuereinnahmen 26 Millionen Franken höher ausfielen als erwartet. Gleichzeitig blieb der betriebliche Aufwand 3 Millionen Franken unter Budget. Insgesamt verbessert sich das Betriebsergebnis damit um 32 Millionen Franken.
Besonders stark entwickelte sich der Fiskalertrag. Nachdem dieser 2024 um 15 Millionen Franken eingebrochen war, stieg er 2025 um 31 Millionen Franken beziehungsweise 9 Prozent an. Damit erreichten die Steuereinnahmen mit 390 Millionen Franken einen neuen Höchststand.
Die Steuern von juristischen Personen nahmen um 9 Millionen Franken zu, die Grundstückgewinnsteuern um 6 Millionen und die Handänderungssteuern ebenfalls um 6 Millionen Franken.
Sparprogramm wird fortgesetzt
Unverändert bleibt jedoch die hohe Verschuldung. Die Nettoschulden der Stadt betragen 380 Millionen Franken, was 4844 Franken pro Einwohnerin und Einwohner entspricht. Im Vergleich mit anderen Städten schneidet St. Gallen damit weiterhin schwach ab.
Um die Finanzen langfristig zu stabilisieren, setzt der Stadtrat das Entlastungsprogramm "Alliance" fort. Dieses soll bis 2029 ein dauerhaft ausgeglichenes operatives Ergebnis ermöglichen. Trotz des positiven Abschlusses 2025 hält der Stadtrat deshalb am Sparkurs fest. Hintergrund sind steigende wiederkehrende Kosten. Laut Finanzplanung führen sie zu einem strukturellen Defizit von rund 20 Millionen Franken.
















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