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Keystone-SDA | Samstag, 13. Juni 2026

Rekordweltmeister Brasilien auf dem Prüfstein

In der Nacht von Samstag auf Sonntag (0.00 Uhr) hat der Rekordweltmeister Brasilien seinen ersten WM-Auftritt - und ist gleich voll gefordert. Die Seleção trifft auf Marokko.

Seit 2002 jagt Brasilien seinem sechsten WM-Titel hinterher - diesmal allerdings nicht aus einer grossen Favoritenrolle heraus. Die Qualifikation war holprig, absolute Weltklasse verkörpern nur wenige Spieler im Kader. Die grossen Hoffnungen ruhen auf den Offensivstars Vinicius Junior (Real Madrid) und Raphinha (FC Barcelona), aber auch auf Abwehrchef Marquinhos von Paris Saint-Germain und dem italienischen Trainer Carlo Ancelotti.

Ancelotti, der mit der AC Milan und Real Madrid insgesamt fünfmal die Champions League gewonnen hat, ist der vierte Coach in den vergangenen drei Jahren. Sein Auftrag ist, das Potenzial der Seleção endlich zur Entfaltung bringen. Goalie Alisson zeigte sich überzeugt, dass das gelingen kann. "Alles ist besser geworden, seitdem Ancelotti bei uns ist", betont der 33-jährige Torhüter des FC Liverpool. "Er hat eine starke Präsenz und gibt uns die Ruhe zu arbeiten."

Gegen Verletzungen war aber auch Ancelotti nicht gefeit. Rodrygo, Estevão, Eder Militão und Wesley, alles potenzielle Startelfspieler, fielen vor dem Turnier aus. Altstar Neymar, in den vergangenen Jahren immer wieder von Blessuren geplagt, wurde für viele überraschend für die WM aufgeboten, er wird nach einer Wadenverletzung im Auftaktspiel gegen Marokko aber ausfallen.

Der amtierende Afrikameister Marokko hofft auf die erste Sensation des Turniers. Vor vier Jahren in Katar erreichten die Marokkaner den Halbfinal und sorgten so für das beste Ergebnis einer afrikanischen Mannschaft in der WM-Historie.

Die "Löwen vom Atlas" haben ein schlagkräftiges Kader, angeführt von Captain und Champions-League-Sieger Achraf Hakimi von Paris Saint-Germain und Offensivmann Brahim Diaz von Real Madrid. Das Selbstvertrauen ist vorhanden. "An der WM 2026 wird Marokko erneut seine Spuren im Weltfussball hinterlassen", sagt Goalie Yassine Bounou.

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