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Schweizer wollen ihre hohen Ansprüche untermauern
Am Samstag beginnt die WM auch für das Schweizer Nationalteam. Das sind die wichtigsten Fakten vor dem Duell mit Katar.
Schweizer sind zuversichtlich...
Ob Leistungsträger oder Ergänzungsspieler, ob Coach oder Datenanalyst: Egal, wen man in den letzten Tagen im Camp in San Diego fragte, ein Satz war omnipräsent. "Wir haben die Chance, an diesem Turnier eine grosse Rolle zu spielen." Nicht immer waren es genau diese Worte, aber die Aussage blieb stets dieselbe.
Die Zuversicht beruht auf den guten Leistungen an der EM vor zwei Jahren, als die Schweiz im Viertelfinal erst im Penaltyschiessen an England scheiterte, sowie auf der souveränen Qualifikation für die WM. Viele der Leistungsträger spielen schon seit mehreren Jahren zusammen und sind turniererfahren. Zudem hat die Mannschaft durch die Integration von Talenten wie Johan Manzambi, Aurèle Amenda oder Luca Jaquez an Breite gewonnen.
...aber auch vorsichtig
Gerade weil er die Mannschaft reif für den nächsten Schritt sieht, rüttelte Granit Xhaka seine Mitspieler nach dem 1:1 im Testspiel gegen Australien nochmals wach. Es dürfte ein gewisses Kalkül dahintergesteckt haben. Denn der Captain weiss genau: Wer zu oft hört, er sei der klare Gruppenfavorit, gerät in Gefahr, schon drei oder vier Schritte vorauszudenken, bevor der erste überhaupt gemacht wurde.
So wurden etwas vorlaute Medienschaffende, die beim ersten Gruppenspiel von einer leichten Aufgabe sprachen, in den letzten Tagen regelmässig zurechtgewiesen. Ob Favorit oder nicht: Die Partie müsse mit dem genau gleichen Mindset angegangen werden wie jede andere. "Jede Mannschaft, die an diesem Turnier ist, hat sich das verdient", sagte etwa Denis Zakaria.
Erinnerungen an die Blamage
Der 29-jährige Genfer ist einer von sieben Nationalspielern des aktuellen Kaders, die den bisher einzigen Vergleich mit Katar miterlebt haben. Die Partie im November 2018 zeigte den Schweizern, wie wenig vermeintliche Favoritenrollen manchmal bedeuten. Ein Gegentor in der 86. Minute führte in Lugano dazu, dass die Schweizer konsterniert vom Platz gingen, während die Gäste aus Katar jubelten. Ein Déjà-vu will die Schweizer Nationalmannschaft unbedingt verhindern.
Katar auf Formsuche
Für Katar, den Ausrichter der letzten WM, ist es die zweite Teilnahme auf der grössten aller Fussballbühnen. Nach der erfolgreichen Titelverteidigung an der Asienmeisterschaft 2024 stieg im Land die Hoffnung, zu einer festen Grösse im asiatischen Fussball heranzuwachsen.
Die WM-Qualifikation gestaltete sich für Al-Anabbi ("die Weinroten") allerdings mühsam. Und auch seither ist die Mannschaft des spanischen Trainers Julen Lopetegui auf Formsuche. Von den letzten sechs Spielen hat Katar keines gewonnen (vier Niederlagen) und dabei nur ein Tor erzielt. So ist die Zuversicht, erstmals Punkte an einer WM zu gewinnen, in den letzten Monaten deutlich gesunken.
Dreier- oder Viererkette?
Mit welchem Personal Murat Yakin die Aufgabe angehen wird, ist die grosse Frage vor dem Duell. Der Schweizer Nationaltrainer hat in allen vier Testspielen viel gewechselt und ausprobiert. Vor dem WM-Auftakt stehen vor allem drei Personalien im Zentrum, die in der Qualifikation nicht gesetzt waren: Denis Zakaria, Michel Aebischer und Johan Manzambi.
Letztere beiden sind die Gewinner der Testspiele im Vorfeld, und bei Zakaria sagte Yakin immer wieder, dass er eigentlich zu stark für die Ersatzbank sei. Der Captain der AS Monaco könnte zum Zug kommen, wenn Yakin in der Verteidigung auf eine Dreierkette setzen sollte. Dann müsste aber wohl Ricardo Rodriguez weichen - jener Mann, der bei seinen bisher sechs Grossturnieren immer von Beginn an gespielt hat und in insgesamt 26 WM- und EM-Einsätzen nur einmal ausgewechselt wurde.
Möglich ist aber auch, dass Yakin zum Turnierstart auf Bewährtes setzt. So hat der 51-Jährige in der WM-Qualifikation fast durchgehend auf das System mit der Viererkette vertraut und damit Erfolg gehabt.
Im Super-Bowl-Stadion
Die Schweiz und Katar treffen im San-Francisco-Bay-Area-Stadium aufeinander. Dieser Name gilt allerdings nur für die WM. Fans des American Football kennen die Arena mit einer Kapazität von gut 70'000 Plätzen als Levi's Stadium. Im Heimstadion der San Francisco 49ers fand im Februar zum zweiten Mal nach 2016 der Super Bowl statt.
Die vor zwölf Jahren eröffnete Arena befindet sich in Santa Clara. Der Ort liegt rund 70 Kilometer südöstlich der Innenstadt von San Francisco.

















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