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Keystone-SDA | Freitag, 27. März 2026

Resilienz als Schlüssel zum Erfolg

Skip Marco Hösli und sein Glarner Team vertreten die Schweiz in Ogden im Bundesstaat Utah erstmals an einer Curling-WM. Wer sind die vier Spieler?

Justin Hausheer, Simon Gloor, Marc Hösli und Philipp Hösli, der die letzten beiden Steine abgibt, treten seit drei Jahren in dieser Besetzung an. Simon Gloor, mit 28 Jahren der älteste des Quartetts, war damals zum Team gestossen - die anderen drei spielen schon länger zusammen.

Philipp und Marco Hösli sind Brüder. Ihr Grossvater hat als erster aus der Familie mit dem Curling begonnen, worauf seine drei Söhne nachzogen. Einer davon ist Rolf Hösli, der Vater von Philipp und Marco, der gleichzeitig seit 2016 ihr Trainer ist. Zuvor hatte er andere Teams gecoacht. Philipp Hösli sieht in dieser speziellen Konstellation sehr viele Vorteile, "da wir uns sehr gut kennen. Bis jetzt hat es gut funktioniert." Hausheer ergänzt im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA: "Er kann das Ganze sehr gut trennen."

Der geborene Skip

Dass Marco Hösli der Skip des Teams ist, passt insofern, als er Strategiespiele mag: "Ich fand es schon als Kind interessant, taktisch und strategisch vorauszuplanen." Als eine Stärke von ihm bezeichnet er zudem, das Eis zu lesen und sich zu merken, wie sich die Spuren darauf verhalten.

Wieso spielt er nicht wie die meisten Skips die letzten beiden Steine? "Hauptsächlich, um die Verantwortung etwas zu verteilen. So wie wir es jetzt gelöst haben, ist es einfacher, sich auf seine Hauptaufgabe zu konzentrieren." Lead Hausheer versucht, Lockerheit ins Team zu bringen, "wenn wir angespannt sind." Second Gloor ist gemäss Philipp Hösli emotional am ausgeglichensten: "Das tut mir immer gut, wenn es knappe Spiele sind."

Gegen Olympia-Bronzemedaillengewinner durchgesetzt

Die Glarner Equipe hat sich ihr WM-Debüt an den Schweizer Meisterschaften Ende Februar in Bern hart erkämpft. Im Final nach dem Best-of-3-Modus gegen das Team um Skip Yannick Schwaller verloren sie die erste Partie deutlich 1:6, ehe sie das zweite Spiel nach Zusatzend mit 6:4 gewannen und das dritte 5:4. Schwaller und Co. hatten zuvor an den Olympischen Spielen in Cortina d'Ampezzo nach einer makellosen Round Robin die Bronzemedaille geholt.

Wie war dieser Coup möglich? "Ich finde es schwierig, etwas herauszustreichen", sagt Gloor. "Curling ist ein Sport, in dem am Tag X oder in der Woche X so viele Faktoren zusammenstimmen müssen. Wir sind seit drei Jahren daran, jedes einzelne Puzzleteil zu entwickeln, und wir versuchen, es im richtigen Moment zusammenzusetzen. Am Ende ist es die Summe ganz kleiner Teile." Gibt es dennoch etwas, das er besonders hervorheben würde? "In dieser Saison die Resilienz. Sie ist im Curling unglaublich wichtig, da nie alles gelingt, es immer wieder Rückschläge gibt. Wieder aufzustehen und Gas zu geben, ist das, was uns auszeichnet. An dieser Resilienz haben wir im letzten Jahr am meisten gearbeitet - also im psychischen Bereich generell mit Sportpsychologen und zwischenmenschlich im Team. Wir sind enger zusammengerückt."

Allerdings wurde schon zuvor in den Mentalbereich investiert. "Aber es braucht eine gewisse Zeit und Reife, um zu merken, was es wirklich braucht, was man wirklich besprechen muss", so Gloor. "Da muss man zu 100 Prozent ehrlich miteinander und zu sich selber sein, um das zu erreichen, was es braucht, um erfolgreich zu sein. Das ist die grösste Änderung, die passiert ist", so Gloor.

Medaille im Hinterkopf

Das Quartett ist am Dienstag in die USA gereist. Der erste Gegner ist in der Nacht auf Samstag Schweizer Zeit Polen. Jedes Team bestreitet in der Round Robin zwölf Spiele - die ersten zwei Equipen erreichen direkt die Halbfinals, die Teams auf den Plätzen 3 bis 6 bestreiten die Viertelfinals. "Eine Medaille ist irgendwo im Hinterkopf, aber wenn wir die Playoff-Qualifikation schaffen, sind wir schon relativ glücklich damit", sagt Marco Hösli.

Eine Inspiration sind die Schweizer Frauen um Skip Xenia Schwaller, die bei ihrem WM-Debüt sensationell Gold geholt haben. "Das gibt schon etwas Drive", erklärt Gloor. "Ich hoffe, wir können diesen mitnehmen und so weiterfahren für die Schweiz." Ob das Team nach dem Turnier zusammenbleibt, ist noch offen. Zuerst gilt der gesamte Fokus der WM.

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