Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
RhB schliesst Geschäftsjahr mit 14,5 Millionen Franken Gewinn ab
Die Rhätische Bahn (RhB) hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn von 14,5 Millionen Franken abgeschlossen. Trotz zahlreicher Baustellen und einem sehr hohen Verkehrsaufkommen stieg die Pünktlichkeit gemäss dem Bahnunternehmen auf einen Spitzenwert.
Das am Montag präsentierte Ergebnis liegt zwar leicht unter dem Vorjahreswert von 15 Millionen Franken, übertraf jedoch die Erwartungen der Verantwortlichen, wie die RhB in einer Mitteilung schrieb. Treiber des Erfolgs sei der Personenverkehr. Bei den Einzelreisenden verzeichnete die Bahn ein Wachstum von 14,1 Prozent, bei den Abonnementen waren es 6,8 Prozent.
Ein Hoch auf die Bernina-Strecke
Die touristisch beliebte Bernina-Strecke sprengte im vergangenen Jahr alle Rekorde. Über 453'000 Personen reisten mit dem Bernina-Express zwischen Chur und Tirano, 13 Prozent mehr als 2024. "Im Sommer sind die Züge praktisch immer voll", sagte RhB-Direktor Renato Fasciati am Montag vor den Medien in Chur.
"Auf der Bernina-Strecke ist die Fahrgastzahl pro Kilometer in drei Jahren um 71 Prozent gestiegen“, teilte die RhB bereits im vergangenen Herbst mit. Die Kapazitätsgrenzen waren erreicht und Reisende mussten Wartezeiten von bis zu vier Stunden in Kauf nehmen. Das Unternehmen reagierte mit Reservations-Möglichkeiten, Zusatzzügen und neuen halbstündlichen Verbindungen.
Luxusangebot soll Problem entschärfen
Nun kommt ein neues Angebot hinzu: Luxusfahrten für 625 Franken. Ab dem 1. Juni will die RhB historische Wagen im Stil der 1930er Jahre der Pullmann Class auf der Bernina-Strecke in Betrieb nehmen. Die Luxusfahrt beinhaltet einen Catering-Service an Board, die Fahrt selbst, ein Souvenir und ein Mittagessen auf einem Weingut im Veltlin. "Die Inbetriebnahme ist mit Kosten verbunden, deshalb muss der Preis für dieses Angebot angemessen sein", so Fasciati.
Mit dem Angebot schafft das Unternehmen 32 zusätzliche Sitzplätze pro Richtung. Ausserdem widmet sich eine Arbeitsgruppe der Verbesserung der Passagierströme auf der Strecke. Der enorme Erfolg des Bernina-Express sorgt insgesamt für 33 Prozent des Gesamtumsatzes im Personenverkehr.
Leichter Rückgang im Güterverkehr
Im Güterverkehr erreichte das Unternehmen einen Ertrag von 12,1 Millionen Franken, was einem Rückgang von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dennoch konnte in dieser Sparte ein Gewinn von 1,2 Millionen Franken erzielt werden.
Das Investitionsvolumen belief sich auf 292,9 Millionen Franken. Der Grossteil (rund 230 Millionen Franken) floss in die Infrastruktur, weitere 63 Millionen in neues Rollmaterial und Werkstätten. Diese Ausgaben sind Teil der Strategie "Retica30+", die das Bahnangebot langfristig modernisieren soll.
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand beliefen sich 2025 auf 280,8 Millionen Franken (+4,1 Prozent). Sie basieren auf Leistungs- und Abgeltungsvereinbarungen mit Bund und Kanton im Personen- und Güterverkehr, im Autoverlad sowie im Bereich der Infrastruktur.

















Kommentare (0)
Schreibe einen Kommentar