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Kultur
Keystone-SDA | Donnerstag, 21. Mai 2026

Roswitha Haftmann-Preis für deutschen Künstler Wolfgang Tillmans

Der deutsche Künstler Wolfgang Tillmans erhält den Roswitha-Haftmann-Preis 2026. Mit 150'000 Franken ist er der höchstdotierte Kunstpreis Europas. Tillmans gilt als Pionier der Kunstform Fotografie. Ausgezeichnet wird er für sein Werk und für sein soziales Engagement.

Bekannt wurde Wolfgang Tillmans in den 1990er Jahren mit seinen Porträts von Menschen aus der europäischen Clubszene und der LGBTIQ+-Community. Musik- und Lifestyle-Magazine veröffentlichten seine Fotografien. In den Jahrzehnten darauf erweiterte er sein Werk mit Stillleben, Himmels- und Landschaftsaufnahmen und astronomischen Bildern.

Seine Kunst ist für ihn mit gesellschaftlichem Engagement verbunden. So positioniert er sich für ein offenes und demokratisches Europa. Kultur betrachtet er als "unverzichtbaren Raum für Dialog", wie es am Donnerstag in einer Mitteilung der Roswitha-Haftmann-Stiftung hiess.

"Tillmans’ Werk verbindet ästhetische Sensibilität mit einem politischen Interesse an Wirklichkeitsentwürfen und Wahrheitsansprüchen, insbesondere hinsichtlich Ideologien und Genderfragen", so die Stiftung weiter.

Institutionen wie das Museum of Modern Art (MoMA) in New York oder das Centre Pompidou in Paris haben seine Werke ausgestellt. Zu seinen Auszeichnungen zählen der Turner-Preis (2000) und der Goslaer Kaiserring (2018).

Tilmans wird den Roswitha-Haftmann-Preis am 17. September im Kunsthaus Zürich entgegennehmen. Die Auszeichnung wird seit 2001 verliehen und aus dem Nachlass der Zürcher Galeristin Roswitha Haftmann (1924-1998) finanziert. Die Preisträgerin oder der Preisträger wird jeweils vom Stiftungsrat der Roswitha-Haftmann-Stiftung bestimmt, dem die Direktorinnen oder Direktoren des Kunstmuseums Bern, des Kunstmuseums Basel, des Museum Ludwig in Köln und des Kunsthauses Zürich angehören.

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