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Keystone-SDA | Freitag, 27. Februar 2026

Sanierung des Holzstegs in Rapperswil kostet bis zu 7 Millionen

Mehrere Pilzarten haben den Holzsteg zwischen Rapperswil und Hurden beschädigt. Die Stadt prüft verschiedene Varianten zur Sanierung und rechnet mit Kosten zwischen 4,1 und 6,9 Millionen Franken.

Die Kostenschätzung beruht auf einer Machbarkeitsstudie, wie die Stadt Rapperswil-Jona am Freitag mitteilte. Diese lege noch keine konkrete Vorgehensweise offen, sei aber die fachliche Grundlage für die nächsten Planungsschritte.

Die Machbarkeitsstudie empfiehlt, Massnahmen innerhalb der nächsten Jahre zu treffen. Ansonsten sei eine künftige Nutzung des Holzsteges nicht gewährleistet. Derzeit werde das weitere Vorgehen analysiert. Für konkrete Projektierungsarbeiten wird der Stadtrat der Stimmbevölkerung voraussichtlich bis Ende 2026 einen Kredit beantragen.

Pilz breitet sich über den ganzen Steg aus

Der Pilz greift die Pfeiler sowie die Laufflächen an und breitet sich trotz Schutzmassnahmen weiter aus. Die Studie geht davon aus, dass bis 2030 der gesamte Steg vom Pilzbefall betroffen sein wird.

Die Kosten für den Unterhalt würden von heute 200'000 Franken auf rund 300'000 Franken pro Jahr ansteigen. Damit sollte sichergestellt werden, dass der Holzsteg der Stadt erhalten bleibe und weiterhin gefahrlos genutzt werden könne.

Jahrhunderte alte Geschichte

Die 2001 eröffnete und 841 Meter lange Fussgängerverbindung zwischen Rapperswil und Hurden ist der längste Holzsteg der Schweiz und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Die Kosten für den Bau beliefen sich auf drei Millionen Franken. Die Brücke verläuft parallel zum Seedamm.

Die damalige Wiedererrichtung einer hölzernen Brücke zwischen dem sanktgallischen und schwyzerischen Zürichseeufer hat auch einen historischen Bezug: Zwischen 1360 und 1878 bestanden Holzstege, die vor allem als Pilgerwege dienten. Heute ist der Steg Teil des Pilgerwegs nach Santiago de Compostela in Spanien.

Initiiert wurde der Wiederaufbau eines Stegs nicht von staatlicher, sondern von privater Seite. Den grössten Teil der Baukosten steuerten jedoch die Gemeinden Rapperswil und Freienbach sowie die Kantone Schwyz und St. Gallen bei. Gebaut wurde hauptsächlich mit Eichen, die dem Sturm "Lothar" zum Opfer fielen.

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