Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
SC Bern verliert dramatisch in Freiburg
Der SC Bern geht in Freiburg 204 Sekunden vor Schluss in Führung und verliert noch in der regulären Spielzeit gegen Gottéron mit 1:2. Das sind die Fakten der fünf Partien vom Samstag.
Marc Marchon brachte den SCB in der 57. Minute 1:0 in Führung. Gottéron reagierte: Umgehend nahmen die Freiburger Goalie Reto Berra vom Eis. 56 Sekunden nach dem 0:1 glich Sandro Schmid für das (überlegene) Heimteam aus. Und weitere 62 Sekunden später brachte Attilio Biasca Gottéron in Führung. Wegen einer erfolglosen Coach's Challenge (und der daraus resultierenden Zweiminutenstrafe) bot sich dem SC Bern keine Ausgleichschance mehr. Attilio Biasca, der Siegtorschütze, hatte fünf der vorangegangenen sieben Partien überzählig verpasst.
Geerings Abend
Die Partie gegen die SCL Tigers hätte Patrick Geerings grosser Abend werden sollen. Vor der Partie wurde der ZSC-Captain für 1001 Spiele - und alle mit dem ZSC - gefeiert. Während der 60 regulären Spielminuten erhielt kein anderer Akteur mehr Eiszeit als Geering (22:14 Minuten). Das Happy-End blieb indessen aus. Die SCL Tigers glichen in der 59. Minute durch Julian Schmutz zum 2:2 aus. Und in der Overtime schoss Dario Rohrbach die Langnauer in Überzahl zum Sieg - nach einem Foul in der Offensivzone von Sven Andrighetto gegen Langnaus Goalie Luca Boltshauser (29 Paraden). Die Emmentaler verdienten sich aber den Sieg in Zürch: Simon Hrubec (30 Paraden) musste mehr Schüsse abwehren als Boltshauser. Und Marco Bayers Trainerstuhl wackelt wieder. Bayer hatte seine Trainerkarriere im Langnauer Nachwuchs begonnen.
Puljujärvi sticht Stransky aus
Der Tscheche Matej Stransky (32) dominiert die National League, wie es selten einer vorher gemacht hat. Stransky führt die Skorerliste an, er ist der beste Goalgetter, sammelt die meisten Strafminuten und ist die Nummer 2 in der Plus/Minus-Statistik (hinter seinem Davoser Teamkollegen Rasmus Asplund). Aber in Genf wurde er nun zum zweiten Mal vom Finnen Jesse Puljujärvi ausgestochen: Beim 7:0 für Servette gegen Davos vor einem Monat gelangen Puljujärvi zwei Goals und zwei Assists. Und beim 3:2 am Samstag traf Puljujärvi wieder zweimal; das zweite Mal zum Siegtor in der Verlängerung.
Ajoie schlägt auch Zug
Der HC Ajoie erlebt die erfolgreichste Zeit in der National League - trotz immer noch dem letzten Platz in der Tabelle. Aber die Ajoulots schlugen nach einem 0:2-Rückstand bis ins letzte Drittel hinein auch den EV Zug - mit 3:2 nach Penaltyschiessen. Ajoie gewann vier der letzten sechs Partien, feierte dabei Auswärtssiege in Zürich und Kloten und gewann in den letzten gut fünf Wochen sechs Partien. Der Rückstand auf den SC Bern auf Platz 13 beträgt bloss noch sechs Punkte.
DiDomenicos Befreiungsschlag
Chris DiDomenico ist eine der grössten Enttäuschungen in dieser Saison. In der Plus/Minusstatistik belegt er mit Minus-19 den 390. und letzten Platz in der National League. Vielleicht gelang "DiDo" am Samstag der Befreiungsschlag. Mit einem Assist und dem Ausgleichstreffer zum 4:4 kurz vor Schluss ermöglichte DiDomenico seinem HC Ambri-Piotta den 5:4-Sieg nach Penaltyschiessen über den EHC Biel. Für DiDomenico war es erst das zweite Saisontor.
Matchtelegramme:
ZSC Lions - SCL Tigers 2:3 (1:1, 0:0, 1:1, 0:1) n.V.
11'559 Zuschauer. - SR Kaukokari/Stricker, Huguet/Bachelut. - Tore: 8. Lehtonen (Riedi) 1:0. 12. Bachofner (Lehmann, Salzgeber) 1:1. 49. Andrighetto (Frödén) 2:1. 59. Julian Schmutz (Salzgeber, Bachofner) 2:2. 63. (62:15) Rohrbach (Riikola/Powerplaytor) 2:3. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 2mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Aberg; Petersson.
ZSC Lions: Hrubec; Trutmann, Geering; Weber, Kukan; Oejdemark, Lehtonen; Ustinkov; Frödén, Grant, Andrighetto; Rohrer, Baechler, Riedi; Aberg, Andreoff, Gruber; Chris Baltisberger, Sigrist, Olsson; Henry.
SCL Tigers: Boltshauser; Meier, Riikola; Kinnunen, Erni; Lehmann, Phil Baltisberger; Paschoud; Petersson, Björninen, Mäenalanen; Rohrbach, Flavio Schmutz, Pesonen; Julian Schmutz, Salzgeber, Bachofner; Allenspach, Felcman, Lapinskis; Fahrni.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Bader, Balcers, Hollenstein, Malgin, Marti (alle verletzt) und Schwendeler (krank), SCL Tigers ohne Petrini (verletzt).
Fribourg-Gottéron - Bern 2:1 (0:0, 0:0, 2:1)
9372 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stolc/Wuorenheimo, Altmann/Jusi. - Tore: 57. Marc Marchon (Ritzmann, Loeffel) 0:1. 59. (58:32) Schmid (Nemeth, Rathgeb) 1:1 (ohne Torhüter). 60. (59:34) Biasca (Borgström, Bertschy) 2:1. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 2mal 2 Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Sörensen; Bemström.
Fribourg-Gottéron: Berra; Glauser, Streule; Rathgeb, Kapla; Johnson, Nemeth; Jecker; Sörensen, De la Rose, Schmid; Bertschy, Borgström, Biasca; Sprunger, Walser, Nathan Marchon; Nicolet, Dorthe, Gerber; Etter.
Bern: Zurkirchen; Loeffel, Lindholm; Untersander, Füllemann; Jakowenko, Rhyn; Kindschi; Bemström, Aaltonen, Ejdsell; Vermin, Graf, Lehmann; Levin Moser, Ritzmann, Marc Marchon; Schild, Alge, Schenk.
Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Wallmark (verletzt), Bern ohne Baumgartner, Häman Aktell, Kreis, Merelä, Simon Moser, Müller, Scherwey (alle verletzt). Fribourg-Gottéron von 58:15 bis 58:32 ohne Torhüter. Bern ab 59:34 ohne Torhüter.
Genève-Servette - Davos 3:2 (0:0, 1:0, 1:2, 1:0) n.V.
6722 Zuschauer. - SR Ruprecht/Borga, Steenstra/Meusy. - Tore: 40. (39:29) Bozon (Praplan/Powerplaytor) 1:0. 45. Puljujärvi (Manninen, Granlund) 2:0. 57. Frick (Kessler/Powerplaytor) 2:1. 59. Zadina (Corvi, Stransky) 2:2 (ohne Torhüter). 61. (60:54) Puljujärvi (Vesey, Le Coultre) 3:2. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 3mal 2 Minuten gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Granlund; Stransky.
Genève-Servette: Charlin; Saarijärvi, Berni; Rutta, Chanton; Karrer, Le Coultre; Sutter, Schneller; Puljujärvi, Manninen, Granlund; Bozon, Jooris, Vesey; Praplan, Pouliot, Ignatavicius; Miranda, Verboon, Rod.
Davos: Aeschlimann; Fora, Dahlbeck; Guebey, Frick; Gross, Jung; Barandun; Frehner, Ryfors, Tambellini; Stransky, Corvi, Nussbaumer; Kessler, Egli, Zadina; Gredig, Waidacher, Lemieux; Parrée.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Hischier, Richard (beide verletzt) und Akeson (überzähliger Ausländer), Davos ohne Andersson, Asplund und Knak (alle verletzt). Davos von 57:56 bis 58:31 ohne Torhüter.
Ambri-Piotta - Biel 5:4 (2:2, 1:2, 1:0, 0:0) n.P.
6429 Zuschauer. - SR Dipietro/Piechaczek, Cattaneo/Muggli. - Tore: 2. Pestoni (Formenton, Heed) 1:0. 7. Andersson (Sallinen, Hofer/Powerplaytor) 1:1. 10. Formenton (Virtanen, DiDomenico/Powerplaytor) 2:1. 15. Hultström (Andersson/Powerplaytor) 2:2. 31. Manix Landry (Joly) 3:2. 35. (34:17) Sylvegard 3:3. 36. (35:57) Dionicio (Neuenschwander, Rajala) 3:4. 57. DiDomenico 4:4. - Penaltyschiessen: Heed -, Neuenschwander -; Bürgler -, Rajala -; Joly -, Andersson -; DiDomenico -, Sylvegard 0:1; Pestoni 1:1, Hofer -; Sylvegard -, Joly 2:1. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 1mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Joly; Hofer.
Ambri-Piotta: Philip Wüthrich; Virtanen, Zgraggen; Heed, Zaccheo Dotti; Dario Wüthrich, Bachmann; Terraneo; Joly, Manix Landry, Miles Müller; DiDomenico, Tierney, Zwerger; Pestoni, De Luca, Formenton; Bürgler, Lukas Landry, Grassi; Kostner.
Biel: Säteri; Hultström, Zryd; Grossmann, Blessing; Dionicio, Stampfli; Burren; Sallinen, Haas, Rajala; Sylvegard, Andersson, Hofer; Cattin, Neuenschwander, Kneubuehler; Braillard, Cajka, Sablatnig; Christen.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Isacco Dotti, Heim (beide verletzt) und Cajkovsky (überzähliger Ausländer), Biel ohne Nicolas Müller (verletzt) und Laaksonen (überzähliger Ausländer).
Ajoie - Zug 3:2 (0:1, 0:1, 2:0, 0:0) n.P.
Pruntrut. - 4708 Zuschauer. - SR Tscherrig/Ströbel, Gurtner/Bürgy. - Tore: 6. Senteler (Herzog) 0:1. 35. Hofmann (Tobias Geisser, Wingerli) 0:2. 45. Honka (Berthoud, Romanenghi) 1:2. 52. Cormier (Robin, Romanenghi) 2:2. - Penaltyschiessen: Senteler 0:1, Nättinen 1:1; Wingerli -, Turkulainen -; Kubalik -, Berthoud -; Hofmann -, Devos 2:1; Kovar -. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Ajoie, 3mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Honka; Kubalik.
Ajoie: Keller; Christe, Honka; Fischer, Fey; Pilet, Berthoud; Nussbaumer; Turkulainen, Devos, Nättinen; Wick, Gauthier, Mottet; Pedretti, Bellemare, Bozon; Robin, Romanenghi, Cormier; Veckaktins.
Zug: Wolf; Bengtsson, Stadler; Balestra, Tobias Geisser; Schlumpf, Sklenicka; Riva; Antenen, Senteler, Herzog; Daron, Wingerli, Hofmann; Vozenilek, Kovar, Kubalik; Wey, Leuenberger, Lindemann.
Bemerkungen: Ajoie ohne Cavalleri, Garessus, Patenaude, Schmutz, Sopa, Thiry (alle verletzt), Friman und Hazen (beide überzählige Ausländer), Zug ohne Diaz, Eggenberger, Genoni, Guerra, Martschini, Moret, Tatar (alle verletzt), Künzle (gesperrt) und Graham (überzähliger Ausländer).
















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