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Schweizer Skicross-Quartett in Lauerstellung
Auch mit 40 Jahren ist Alex Fiva noch ein Medaillenkandidat. Der Skicrosser geht am Samstag in Livigno mit den schönen Erinnerungen von Peking an den Start.
Snowboarder Benjamin Karl und Bobfahrerin Elana Meyers Taylor haben es bei diesen Winterspielen bereits vorgemacht: Beide gewannen mit 40 oder mehr Jahren Gold in einer Einzelsportart. Fiva, der seit dem 29. Januar ebenfalls die Vier auf dem Rücken trägt, könnte sich zu ihnen gesellen. Damit das gelingt, müsse jedoch alles zusammenpassen, sagt der Athlet, der derzeit seine 19. Weltcup-Saison bestreitet und der älteste Mann im Schweizer Olympia-Aufgebot ist.
Fiva: "Ziel ist eine Medaille"
Für ganz nach vorne dürfte es angesichts der starken Konkurrenz um den kanadischen Topfavoriten Reece Howden schwierig werden. Doch Fiva, der im Weltcup aktuell Platz 5 belegt, hält selbstbewusst fest: "Das Ziel ist eine Medaille." Vor vier Jahren bewies er, dass er seine Erfahrung auch an Grossanlässen ausspielen kann, als er hinter seinem Teamkollegen Ryan Regez Olympia-Silber gewann. Sein Rezept: "Mich auf mich selbst konzentrieren, geduldig bleiben und im richtigen Moment zuschlagen."
Das gilt wohl auch für Regez, der in Peking für den zweiten Schweizer Olympiasieg im Skicross seit Mike Schmid 2010 in Vancouver sorgte. In dieser Saison kam der Berner Oberländer allerdings nie richtig in Fahrt und weist drei 8. Plätze als beste Resultate aus.
Baur mit zwei Podestplätzen in dieser Saison
Der einzige Swiss-Ski-Athlet, der in diesem Winter zweimal auf dem Podest stand, ist Tobias Baur. Der 28-Jährige wurde vor sechs Jahren aus dem deutschen Kader aussortiert und fährt seither für die Schweiz. Mit zwei 3. Plätzen zeigt er bislang seine beste Saison. Romain Détraz, der das Schweizer Quartett komplettiert, zählt hingegen zu den Aussenseitern.
Allerdings ist bekannt, dass Weltcup-Resultate am Tag X oft keine entscheidende Rolle spielen. Gerade bei Winterspielen schreibt der Wettkampf häufig seine ganz eigene Geschichte. Oder wie es Fiva zusammenfasst: "Im Skicross zählt nicht nur die Tagesform, man braucht immer auch das nötige Quäntchen Glück."
















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