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Schweizer Curler spielen nach Halbfinalniederlage um Bronze
Die Schweizer Männer verlieren am olympischen Curling-Turnier in Cortina d'Ampezzo den Halbfinal gegen Grossbritannien mit 5:8. Statt am Samstag um Gold geht es am Freitag um Bronze.
Nach einer perfekten Round Robin mit neun Siegen aus neun Spielen ging das Schweizer Quartett um Skip Yannick Schwaller voller Selbstvertrauen und favorisiert in das Duell mit der Weltnummer 1 aus Grossbritannien. Anders als noch in der Round Robin, als sich die Schweizer mit 6:5 durchsetzten, behielten die Briten am späten Donnerstagabend das bessere Ende für sich.
Dabei sah es lange gut aus für Schwaller und seine Mitstreiter Pablo Lachat-Couchepin, Sven Michel und Benoît Schwarz-van Berkel. Zur Halbzeit führten sie nicht nur mit 4:3, sondern hatten in Form des letzten Steins zusätzlich einen nicht zu unterschätzenden Vorteil auf ihrer Seite.
Das Unheil nahm seinen Lauf im sechsten End. Statt mit einem Dreierhaus wohl vorentscheidend davonzuziehen, mussten die Schweizer den Briten nach einem Patzer von Schwarz-van Berkel unverhofft einen Stein zugestehen. Im siebten End zeigte sich die ganze Klasse von Skip Bruce Mouat. Mit seinem letzten Stein schaffte er ein Triple-Takeout, infolge dessen sich die Schweizer nur einen Punkt gutschreiben lassen konnten und das Recht auf den letzten Stein abtreten mussten. Die Briten nutzten diesen Vorteil aus und liessen sich im achten End ein Zweierhaus schreiben. Die erstmalige Führung gaben sie nicht mehr aus der Hand.
Mit dem letzten Stein im zehnten End hatten die Schweizer in Person von Schwarz-van Berkel zwar noch die Möglichkeit, das Spiel zu drehen oder zumindest ein Zusatzend zu erzwingen. Der mit viel Risiko gespielte Versuch war jedoch nicht von Erfolg gekrönt.
Statt wie vor 28 Jahren um Gold geht es für die Schweiz somit um Bronze. Gegner am Freitag ist Norwegen, das Kanada im anderen Halbfinal nach Zusatzend mit 4:5 unterlag.

















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