/fileadmin/images/sarganserlaenderlogo.png
Alle Neuigkeiten auf einen Blick.
E-Paper

E-Paper

Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.

Zeitungsarchiv

Zeitungsarchiv

Alle Ausgaben seit dem Jahr 2003.

Abo

Abo

Sarganserländer von Montag bis Freitag online oder in Print lesen.

Grossauflage

Grossauflage

Lesen Sie hier die aktuelle Grossauflage kostenlos

Inserieren

Inserieren

Ihre Werbung am richtigen Ort.

Immobilien

Immobilien

Die Immobilienbörse der Region

Unternehmen

Unternehmen

Die SL Druck + Medien AG

Traueranzeigen

Traueranzeigen

Todesanzeigen / Danksagungen aufgeben

Eventbus

Eventbus

Mit Brunner Ferienreisen AG und Sarganserländer ans Konzert

Rubriken

Sport
Keystone-SDA | Freitag, 20. Februar 2026

Schweizerinnen dank verbessertem Körperspiel zu Olympia-Bronze

Das Frauen-Eishockey ist schneller, härter und kompletter geworden. Die Schweizerinnen nutzen diese Entwicklung in Mailand beim Gewinn von Olympia-Bronze zu ihrem Vorteil.

Es muss kein Zufall sein, dass mit der Schweiz und Schweden hinter den Grossmächten USA und Kanada ausgerechnet jene zwei Nationen in Mailand die Halbfinals erreichten, die wie in Nordamerika in der heimischen Meisterschaft Checks erlauben. Schweden führte das harte Körperspiel vor vier Jahren als erstes Land in seiner höchsten Frauenliga ein - mit dem Ziel, das Spiel näher an jenes der Männer heranzuführen. Auf diese Saison hin zog die Schweiz nach.

Die Lücke zu den beiden Topnationen ist zwar nach wie vor gross, wenn auch nicht mehr ganz so ausgeprägt. In der Breite aber ist das Feld zusammengerückt. Mit Tschechien, Finnland und Schweden lieferten sich die Schweizerinnen in Mailand Duelle auf Augenhöhe und schlugen auf dem Weg zu ihrer zweiten olympischen Bronzemedaille nach Sotschi 2014 alle drei direkten Konkurrentinnen. Ein Schlüssel dazu war auch das verbesserte Körperspiel.

Regelwirrwarr

An internationalen Turnieren wie jenem in Mailand sind Checks allerdings weiterhin verboten. Dieses Nebeneinander unterschiedlicher Regelauslegungen sorgte mehrfach für Kopfschütteln. Für die Unparteiischen ist es oft ein schmaler Grat: Was ist ein klarer Check, was ein erlaubtes Abdrängen an der Bande? Die Grauzone führt zu Unsicherheit, bei Spielerinnen, Trainern und Schiedsrichterinnen gleichermassen.

Anja Stiefel, die beim Schweizer Verband seit einem Jahr als Managerin Frauen-Hockey die nachhaltige Förderung vorantreibt, plädiert für Klarheit. "Für alle wäre es einfacher, wenn man die Regeln vereinheitlichen und Checks erlauben würde", sagt die frühere Nationalstürmerin, die vor 14 respektive zwölf Jahren beim Gewinn von WM- und Olympia-Bronze Teil zweier Meilensteine des Schweizer Nationalteams war. Heute will die Ostschweizerin - wie viele Weggefährtinnen von damals - dem Frauen-Hockey etwas zurückgeben, indem sie Strukturen schafft und Perspektiven eröffnet.

Für Stiefel liegt der sportliche Nutzen auf der Hand: "Für unser Spiel ist es ein Vorteil. Man ist bereit, das Spiel wird schneller, man kann den Puck nicht lange halten." Früher sei genau das an internationalen Turnieren ein Problem gewesen. "Wir brauchten immer ein, zwei Spiele, um physisch auf ein gewisses Niveau zu kommen."

In Mailand war davon wenig zu spüren. Die Schweizerinnen hielten von Beginn an dagegen, gewannen Zweikämpfe, behaupteten sich an der Bande. Das Spiel wirkt dynamischer, intensiver und attraktiver. "Die Athletin hat den Anreiz, körperlich bereit zu sein, weil sie muss", sagt Stiefel.

Kleinere Eisfelder in der Schweiz?

Bestrebungen für eine internationale Vereinheitlichung sind zwar im Gang, beim Weltverband zeigt man sich jedoch zurückhaltend, primär aus medizinischer Sicht. Im Zentrum steht die Sorge um Gehirnerschütterungen. Aus Schweden hingegen ist zu hören, dass die Zahlen seit der Einführung der Checks nicht gestiegen, sondern eher zurückgegangen seien; belastbare internationale Vergleichsdaten fehlen allerdings.

Sicher ist: Mit klar geregeltem Körperspiel gewinnt das Frauen-Eishockey an Profil. Das kleinere Eisfeld, wie es in Nordamerika Standard ist, komme dem Spiel zusätzlich entgegen. Es fördere Tempo, Intensität und damit die Attraktivität, sagt Stiefel, und stellt eine weitergehende Frage in den Raum: "Warum ist das nicht auch in der Schweiz möglich? Auch bei den Männern? Wir sollten uns das überlegen."

Zurück

Kommentare (0)

    Schreibe einen Kommentar
    ×

    Name ist erforderlich!

    Geben Sie einen gültigen Namen ein

    Gültige E-Mail ist erforderlich!

    Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

    Kommentar ist erforderlich!

    * Diese Felder sind erforderlich.