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Keystone-SDA | Donnerstag, 01. Januar 2026

Selenskyj erwartet weitere Fortschritte bei Verhandlungen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet bei den Verhandlungen mit Amerikanern, Europäern und Vertretern der Nato in den nächsten Tagen weitere Fortschritte im Ringen um Sicherheitsgarantien. "Das Wichtigste sind die Sicherheitsgarantien für die Ukraine", sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. "Politisch ist fast alles vorbereitet, und es ist wichtig, jedes Detail zu klären, wie die Garantien in der Luft, zu Lande und zu Wasser funktionieren werden, wenn es uns gelingt, den Krieg zu beenden", führte er aus.

Beim Treffen der nationalen Sicherheitsberater an diesem Samstag (3. Januar) in Kiew hätten 15 Länder, Vertreter der EU und der Nato ihre Teilnahme zugesagt. Das amerikanische Team werde online zugeschaltet, sagte Selenskyj. Am 5. Januar solle es Gespräche auf Ebene der Generalstabschefs geben, gefolgt von einem Gipfel der "Koalition der Willigen" am Dienstag. Die Ukraine bereite sich auf ein produktives Treffen vor, sagte Selenskyj.

Selenskyj berichtete auch von einem Telefonat mit Zyperns Präsidenten Nikos Christodoulides, der den EU-Ratsvorsitz für die nächsten sechs Monate innehat. "Die Mitgliedschaft der Ukraine in der Europäischen Union ist auch eine Sicherheitsgarantie, und wir arbeiten ebenfalls auf die Mitgliedschaft hin", sagte Selenskyj.

Selenskyj: Brauchen Geld für Waffen, Raketen für Flugabwehr

Das Wichtigste für die Ukraine sei weiter eine ausreichende Unterstützung von den Partnern. "Davon hängt alles ab, vor allem die Soldaten an der Front, alle unsere Verteidiger und Verteidigerinnen, unsere Industrie, unsere Produktion, die Waffenproduktion", sagte Selenskyj. Das Land brauche Raketen für die Flugabwehr, Geld für Waffen, Drohnen, Technik – "für alles, was notwendig ist".

Selenskyj berichtete auch von einem Besuch seines Chefunterhändlers Rustem Umjerow in der Türkei, der das Ziel hatte, die Gefangenenaustausche wieder aufzunehmen. "Wir brauchen diese Unterstützung, um unsere Ukrainer aus russischer Gefangenschaft nach Hause zu holen", sagte Selenskyj. Nach viel Aktivität 2025 seien die Austausche zuletzt zum Erliegen gekommen.

Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen Russlands Angriffskrieg. Die von US-Präsident Donald Trump angestossenen Friedensverhandlungen laufen seit Wochen intensiv, allerdings ist ein Kriegsende nicht in Sicht. Russland ist auch bei den von Selenskyj angekündigten nächsten Treffen aussen vor.

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