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So bitter: Schon wieder in der Verlängerung Gold verpasst
Das Warten geht weiter. Das Schweizer Eishockey-Nationalteam verliert auch den fünften WM-Final, diesmal zuhause in Zürich gegen Finnland. Wie im letzten Jahr gegen die USA 0:1 in der Verlängerung.
Aus der Traum! 10'000 Fans im Eistempel in Zürich-Altstetten und viele tausend weitere im ganzen Land stehen bereit, um endlich den ersten WM-Titel der Geschichte zu feiern. Aber auch der fünfte Final bringt kein Glück. Vor zwei Jahren in Prag kam der Genickschlag in der 50. Minute, vor einem Jahr in Stockholm in der 63. und nun am Sonntagabend zuhause in Zürich zerstört Konsta Helenius von den Buffalo Sabres in der 71. Minute alle Träume. Wie im Olympia-Viertelfinal steht Finnland der goldenen Schweizer Generation in der Verlängerung im Weg.
Die Schweizer müssen sich vorwerfen lassen, dass sie nun drei Jahre in Folge in drei Jahren kein einziges Tor zustande gebracht haben. Und so geht das Warten auf den so ersehnten ersten WM-Titel weiter. Die Nerven spielen erneut einen Streich. Finnland hingegen ist zum fünften Mal Weltmeister, zum ersten Mal seit 2022.
Gleich zu Beginn der Overtime haben die Schweizer noch Glück, als Servettes Jesse Puljujärvi nur den Innenpfosten trifft. Weniger später landet ein Schuss von Damien Riat an der Latte. Es wäre der Schuss zur Goldmedaille gewesen. Auch im Schlussdrittel haben Roman Josi (53.) und Pius Suter (56.) den Siegtreffer auf dem Stock.
Im Final gehemmt
Es ist kein Spiel, wie jedes andere, das erlebten die Schweizer schon in den letzten beiden Jahren, und das ist nun auch zuhause in Zürich nicht anders. Wie vor zwei Jahren in Prag und vor zwölf Monaten in Stockholm steht es nach zwei Dritteln torlos. Auf dem Weg in den Final jeweils eine wahre Tormaschine, wirken die Schweizer im Final irgendwie etwas gehemmt.
Das ist vor allem im ersten Drittel evident. Da findet das Team von Jan Cadieux offensiv praktisch nicht statt. 7:15 Torschüsse stehen nach 20 Minuten auf dem Videowürfel, und die Statistik gibt das Geschehen ziemlich genau wider. Auch die Rückkehr des im Halbfinal gesperrten Timo Meier bringt zunächst keine Offensivpower. Für ihn muss Nicolas Baechler weichen.
Steigerung im zweiten Drittel
Zwar überstehen die Schweizer erneut zwei Strafen schadlos, doch sie beanspruchen diesmal eine gehörige Portion Glück. In der 14. Minute trifft der finnische ZSC-Verteidiger Mikko Lehtonen mit einem Knaller von der blauen Linie nur die Latte, wenig später jubeln die Nordländer zu früh. Anton Lundells vermeintlicher Führungstreffer wird wegen eines zu hohen Stocks zurecht nicht anerkannt.
Den zweiten Abschnitt können die Schweizer mit fast zwei Minuten in doppelter Überzahl beginnen - und kommen ziemlich kläglich zu keiner echten Torchance. Dennoch wendet sich das Spiel. Im Mitteldrittel sind sie mit zunehmender Dauer das bessere Team und kommen zur einen oder anderen Chance. Die beste hat Pius Suter in der 36. Minute, er scheitert aber am stark reagierenden Goalie Justus Annunen, in der NHL bei Nashville ein Teamkollege Roman Josis. Diesmal kommen die Finnen auf gerade mal zwei Abschlüsse auf das Tor von Leonardo Genoni.
Am Ende bleibt den Schweizern einmal mehr nur die abgrundtiefe Enttäuschung. Nach den verlorenen Finals 2013 und 2018 (gegen Schweden), 2024 (gegen Tschechien) und 2025 (gegen die USA) bleibt zum fünften Mal nur Silber - und fast jedes Mal war es eine knappe Entscheidung auf Messers Schneide. Einfacher macht es das nicht.
Telegramm:
Schweiz - Finnland 0:1 (0:0, 0:0, 0:0, 0:1) n.V.
Zürich. - 10'000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Björk/Schrader (SWE/GER), Birkhoff/Nyqvist (CAN/SWE). - Tor: 71. (70:42) Helenius (Lundell, Lehtonen) 0:1. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 4mal 2 Minuten gegen Finnland.
Schweiz: Genoni; Egli, Josi; Kukan, Marti; Moser, Berni; Jung; Riat, Jäger, Knak; Meier, Hischier, Biasca; Bertschy, Suter, Niederreiter; Thürkauf, Malgin, Andrighetto; Rochette.
Finnland: Annunen; Vaakanainen, Heinola; Matinpalo, Määttä; Jokiharju, Lehtonen; Saarijärvi; Puljujärvi, Räty, Manninen; Helenius, Barkov, Granlund; Hämeenaho, Lundell, Puistola; Merelä, Björninen, Mäenalanen; Kuokkanen.
Bemerkungen: Schweiz ohne Baechler, Frick, Aeschlimann (alle überzählig) und Berra (Ersatzgoalie). - Pfosten-/Lattenschüsse: 14. Lehtonen, 61. Puljujärvi, 65. Riat. - 14. Tor von Lundell aberkannt (hoher Stock). - Schüsse: Schweiz 22 (7-8-4-3); Finnland 27 (15-1-6-5). - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 0/4; Finnland 0/5.

















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