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Keystone-SDA | Montag, 19. Oktober 2026

So viele hochkarätige Wechsel gab es in der NBA noch nie

Das gab es in 80 Jahren NBA noch nie. Gleich vier Final-MVP - darunter LeBron James - wechseln in diesem Sommer den Arbeitgeber.

Am Dienstag startet die beste Basketball-Liga der Welt in ihre 81. Saison. Über den Sommer jagten sich spektakuläre Wechsel von NBA-Superstars. Eine Übersicht der wichtigsten Transfers:

Die Rekordjagd geht weiter

LeBron James (41-jährig, LA Lakers zu Philadelphia): Nur vier Spieler haben NBA-Titel mit drei verschiedenen Teams gewonnen. LeBron James sticht bereits heraus, weil er sowohl mit den Miami Heat (2x) als auch mit den Cleveland Cavaliers und den Los Angeles Lakers zum wertvollsten Spieler (MVP) der Finalserie gekürt wurde. Nun wechselte er zu den Philadelphia 76ers, einem Team mit viel Talent und noch mehr Fragen.

Da ist der Star-Center Joel Embiid. Er verpasste in den letzten drei Saisons immer mindestens die Hälfte der Spiele wegen Verletzungsproblemen, das ist gemeinsam mit dem 41-jährigen James ein grosses Risiko. Von Boston, das man in der letzten Saison in der ersten Playoff-Runde bezwang, kam zudem mit Jaylen Brown ein weiterer brillanter Offensivspieler. Dieser Transfer dürfte der Hauptgrund dafür sein, dass sich James für Philadelphia entschied. Nostalgiker hatten gehofft, dass der neben Michael Jordan wohl beste Spieler der Geschichte noch einmal in seine Heimat Cleveland wechselt. 2016 hatte er die Cavaliers nach über einem halben Jahrhundert ohne Titel bereits einmal erlöst. Nun muss sich zeigen, ob er in Philadelphia besser aufgehoben ist oder ob zu viele Stars den Brei verderben.

Die Sprache der Sieger

Giannis Antetokounmpo (31, Milwaukee zu Miami): Die Miami Heat wollen nach zwei Erstrunden-Niederlagen in den Playoffs an ihre grosse Ära mit dem Trio Dwyane Wade, Chris Bosh und LeBron James anknüpfen. Mit dem "griechischen Freak" Giannis Antetokounmpo glaubt man nun, das fehlende Puzzleteil gefunden zu haben. Der 2,11-m-Hüne aus Athen machte aus den wenig beachteten Milwaukee Bucks ein Spitzenteam, das 2021 den Titel gewann.

Mit 31 Jahren ist die Gesundheit ein Fragezeichen, doch wenn er auf dem Parkett steht, ist Antetokounmpo eine Wucht. Letzte Saison war Milwaukee in Spielen ohne den Griechen eines der drei schlechtesten Teams der Liga, mit ihm gehörten sie zu den Top Ten. "Wir teilen die Obsession des Gewinnens", sagt Miamis legendärer Cheftrainer Erik Spoelstra, der seine 19. Saison in Angriff nimmt. "Das ist unsere Sprache."

Rückkehr nach Kanada

Kawhi Leonard (35, LA Clippers zu Toronto): Nur eine seiner 15 Saisons in der NBA spielte Kawhi Leonard bei den Toronto Raptors. Doch diese hatte es in sich. Der 35-jährige Kalifornier holte seinen zweiten Meistertitel (nach einem in San Antonio) und buchte in den Playoffs 732 Punkte. Einzig LeBron James (2018/748) und Michael Jordan (1992/759) waren je einmal besser.

Nun kehrt Leonard nach sechs Saisons in der Heimat bei den Los Angeles Clippers und einem Skandal um die Umgehung der Lohnsumme (Salary Cap) zurück. Nur zwei Teams kamen für den stillen und im Vergleich zu anderen Basketballspielern ausgesprochen wenig exzentrischen Leonard infrage: San Antonio und Toronto. Nun wird er in Kanada freudig erwartet - von einem ansonsten jungen, aber talentierten und ambitionierten Team.

Wer lacht zuletzt?

Paul George (36, Philadelphia zu Boston): Die Boston Celtics, der Rekordchampion, der zuletzt vor drei Saisons ganz oben war, verloren ihren Starspieler Jaylen Brown an Philadelphia und bekamen dafür den alternden Paul George. Der neunfache All-Star wird Brown nicht ersetzen können, der die letzten beiden Jahre der überragende Punktesammler war.

Aber: George ist ein hervorragender Teamplayer, der seine Mannschaftskollegen besser aussehen lässt. Für das Team könnte er am Ende genauso wertvoll sein, während Brown erst zeigen muss, dass er sich in Philadelphia selbstlos in ein Team von Stars einfügen und auch eine etwas kleinere Rolle akzeptieren kann.

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