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So wenig Tiere in Tierversuchen eingesetzt wie noch nie
Die Zahl der für Tierversuche eingesetzten Tiere in der Schweiz ist 2025 gemäss dem Bund auf einen Tiefststand gesunken. Gleichzeitig wurden deutlich mehr stark belastende Versuche durchgeführt.
Insgesamt wurden in der Schweiz im Jahr 2025 rund eine halbe Million Tiere (507'863) in Versuchen eingesetzt, wie am Dienstag veröffentlichte Zahlen des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) zeigen. Das sind 3 Prozent oder rund 15'000 Tiere weniger als im Vorjahr. Damit liegt die Gesamtzahl auf dem tiefsten Stand seit Beginn der Erhebung der Tierversuchsstatistik im Jahr 1983.
Die am häufigsten eingesetzte Tierart waren mit einem Anteil von 66 Prozent Mäuse, gefolgt von Vögeln (13 Prozent) sowie Ratten und Fischen (je 8 Prozent). Während die Zahl der eingesetzten Mäuse abnahm, stieg jene der Fische deutlich.
Rund 73 Prozent aller Versuchstiere wurden für die Erforschung von Krankheiten beim Menschen eingesetzt. Die grössten Bereiche waren die Krebsforschung und die Erforschung neurologischer und psychischer Krankheiten.
Mehr schwer belastende Versuche
Während die Gesamtzahl sank, nahm die Zahl der Tiere in schwer belastenden Versuchen zu. Tierversuche werden je nach Belastung für die Tiere in vier Schweregrade eingeteilt. Schweregrad 0 umfasst Eingriffe ohne Belastung, Schweregrad 1 leichte Belastungen und Schweregrad 2 mittelschwere Belastungen. Schweregrad 3 bezeichnet schwere Belastungen, die etwa starke Schmerzen, lang andauerndes Leiden oder eine schwere Beeinträchtigung des Allgemeinzustands verursachen können.
Die Zahl der Tiere in Versuchen mit dem höchsten Schweregrad 3 stieg gegenüber dem Vorjahr um 7,4 Prozent auf rund 29'400. Das ist der höchste Wert seit 26 Jahren.
Politisch dürfte das Thema Tierversuche in der Schweiz in den kommenden Jahren weiter für Diskussionen sorgen. Eine 2024 eingereichte Volksinitiative verlangt ein umfassendes Verbot von Tierversuchen. Wann sie zur Abstimmung kommt, ist noch nicht bekannt. Der Bundesrat empfiehlt die Initiative zur Ablehnung.

















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