Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
St.Galler Bibliotheken stellen über 1000 historische Drucke online
Die Stiftsbibliothek und die Kantonsbibliothek Vadiana St. Gallen haben über 1000 historische Drucke digitalisiert. Die zwischen dem 16. und frühen 19. Jahrhundert entstandenen Werke sind damit erstmals in grossem Umfang digital zugänglich und einsehbar.
Über 1000 Drucke, die vor 1805 in der Fürstabtei oder auf dem Gebiet des heutigen Kantons St. Gallen entstanden sind, sind im St. Galler Bibliotheksnetz verzeichnet. Bislang waren nur wenige davon digital verfügbar, wie die Stiftsbibliothek und die Kantonsbibliothek Vadiana St. Gallen am Dienstag in einer gemeinsamen Mitteilung schrieben. Neu sind die Drucke auf der Plattform e-rara.ch der ETH-Bibliothek einsehbar.
Zu den neu digitalisierten Drucken gehört beispielsweise das 1600 vom Buchdrucker Georg Straub in St. Gallen hergestellte Trachtenbuch, heisst es im Communiqué weiter. Es zeigt in einer Sammlung zeitgenössischer Holzschnitte Völker und Stände verschiedener Erdteile. Darin enthalten ist auch die Darstellung eines St. Galler Kaufmanns und seiner Frau.
Neben Büchern wurden auch sogenannte Einblattdrucke digitalisiert. Dazu zählt unter anderem ein gemäss Mitteilung "besonders eindrucksvoller Druck" mit einer Darstellung der St. Galler Äbte und ihrer Wappen aus dem Jahr 1778.
Von der Unesco anerkannt
Die Werke sind auf e-rara.ch im Volltext durchsuchbar. Die ETH-Bibliothek übernahm die Digitalisierung und Weiterverarbeitung der Daten für die Veröffentlichung auf der nationalen Plattform für die Digitalisierung von Drucken aus "Schweizer Gedächtnisinstitutionen" vom 15. bis 20. Jahrhundert.
Unterstützt wurde das Projekt mit einem namhaften Beitrag aus dem Lotteriefonds St. Gallen, wie die Stiftsbibliothek und die Kantonsbibliothek Vadiana weiter schrieben.
Zu den besonders wertvollen und schützenswerten Beständen der st. gallischen Kulturgeschichte, welche die Stiftsbibliothek und die Kantonsbibliothek aufbewahren, gehören gemäss eigenen Angaben die Veröffentlichungen aus der Zeit vor der Kantonsgründung im Jahr 1803 beziehungsweise der Aufhebung des Klosters im Jahr 1805. Die Drucke in der Stiftsbibliothek wurden 2017 als Teil des schriftlichen Erbes des Klosters St. Gallen von der Unesco in das internationale Register "Memory of the World" aufgenommen.

















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