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Keystone-SDA | Mittwoch, 16. September 2026

St.Galler Kantonsrat ist gegen eine Klima-Sondersession

Der St.Galler Kantonsrat hat am Mittwoch der Idee einer Klima-Sondersession eine deutliche Abfuhr erteilt. Gefordert wurde eine solche von der SP-Grüne-GLP-Fraktion, um nach dem Hitzesommer über konkrete Massnahmen zu beraten.

Die Hitze habe die Menschen an ihr Limit gebracht. Im Kanton St. Gallen seien konkrete Schwachstellen sichtbar geworden, etwa bei der Wasserversorgung oder im Gesundheitsschutz, hiess es am Mittwoch von einer Sprecherin der Grünen im Rat.

Andere Rednerinnen aus der SP-Grüne-GLP-Fraktion pflichteten ihr bei und verwiesen etwa auf Aufrufe zum Wassersparen während des Sommers oder abgestellte Brunnen. Die Fraktion habe mehrere Anträge zu Klima-Themen eingebracht und es mache Sinn, diese gebündelt an einem Sessionstag zu behandeln, so der Tenor.

Nichts wissen von einer Klima-Sondersession wollte die SVP. "Es war etwas wärmer und trockener diesen Sommer und wie es der Zufall will, hat es heute wieder geregnet", sagte ein Vertreter der Partei. Eine Sondersession sei nicht nötig. Er gehe nicht davon aus, dass solche Hitzesommer zwingend die neue Normalität darstellten.

In der FDP wiederum herrschte die Meinung vor, dass den Kantonsrätinnen und Kantonsräten genügend politische Instrumente zur Verfügung stünden, um Klimathemen während den regulären Sessionstagen in den Rat zu bringen: etwa Motionen oder Interpellationen. Ähnlich argumentierte Mitte-EVP.

Am Schluss stellten sich lediglich 26 Kantonsrätinnen und Kantonsräte hinter die Klima-Sondersession. 86 waren dagegen, womit es zumindest vorläufig keine solche geben wird.

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