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Keystone-SDA | Donnerstag, 10. September 2026

St. Galler SP-Grüne-GLP-Fraktion verlangt Klima-Sondersession

Die SP-Grüne-GLP-Fraktion des St. Galler Kantonsrats will nach dem Hitzesommer in einer Sondersession über konkrete Massnahmen beraten. Der Kanton sei "für die neue Klimarealität" nicht gerüstet.

Die Hitze habe die Menschen an ihr Limit gebracht. Im Kanton St. Gallen seien konkrete Schwachstellen sichtbar geworden, etwa bei der Wasserversorgung, im Gesundheitsschutz und in der Landwirtschaft, teilte die Fraktion am Donnerstag mit.

Der Kanton habe zwar viele Strategiepapiere erarbeitet und auch "zaghafte Umsetzungsschritte eingeleitet". Das reiche aber nicht, dies habe der Sommer 2026 gezeigt. An einer Sondersession sollten deshalb konkrete Massnahmen beschlossen werden.

Unter anderem müsse die Verfügbarkeit von Wasser und die Sicherheit der Versorgung langfristig geplant werden. Dafür brauche es regionale Konzepte. In der Landwirtschaft sollen standortgerechte Kulturen und eine effiziente Bewässerung helfen, Ernteausfälle zu begrenzen.

Die SP-Grüne-GLP-Fraktion mit 30 von 120 Sitzen im Kantonsrat verlangt weiter angepasste Arbeits- und Schulzeiten. Stundenpläne, Schulgebäude und Aussenräume seien so zu planen und zu betreiben, dass auch bei hohen Aussentemperaturen ein sicherer Betrieb gewährleistet bleibe.

Weiter fordert die Fraktion, der Ersatz von Öl- und Gasheizungen solle vorgezogen werden, damit der Klimawandel nicht weiter "befeuert" werde. Konsequenter Klimaschutz müsse im Kanton St. Gallen erste Priorität haben.

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