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Staatsanwältin spricht von misslichen Arbeitsbedingungen
Im Prozess um mutmasslichen Menschenhandel mit serbischen Putzfrauen im Berner Oberland hat die Staatsanwaltschaft am Montag ein desolates Bild der Arbeitsbedingungen hinter den stattlichen Chaletfassaden gezeichnet.
Die "Grenze zur Sklaverei" sei in manchen Fällen "sehr nahe", sagte die Staatsanwältin zum Beginn ihres Plädoyers. Die unter anderem des Menschenhandels angeklagte serbische Familie habe die unter falschen Versprechungen in die Schweiz gelockten Putzfrauen und Babysitterinnen nur mit Nummern bezeichnet. Die Frauen hätten praktisch nonstop arbeiten müssen, gegessen wurde stehend, für die Sonderwünsche der Herrschaften hätten sie ständig parat sein müssen.
Die Angeklagten, ein serbisches Paar und dessen Tochter, hätten die finanzielle Notlage der serbischen Frauen "schamlos ausgenutzt" und die Frauen unter falschen Versprechungen in die Schweiz gelockt.

















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