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Keystone-SDA | Dienstag, 23. Juni 2026

Studie: Integration von KI in Unternehmen komplexer als gedacht

Auch wenn die Künstliche Intelligenz (KI) in aller Munde ist, ist ihre Einbindung in laufende Unternehmensprozesse schwieriger als gedacht. Das zeigt eine neue Studie.

Die darin befragten 500 Unternehmens-Technologieverantwortlichen zeigten sich heute weniger überzeugt vom Nutzen von KI. Ihr Vertrauen in die Skalierung von KI sei von 82 Prozent im Jahr 2024 auf aktuell noch 48 Prozent gesunken, heisst es in einer am Dienstag veröffentlichten globalen Befragung der Adecco-Tochter Akkodis.

"Was wir derzeit beobachten, ist keine Verlangsamung der KI-Nutzung, sondern eine Phase zunehmender Realitätsnähe", kommentiert Akkodis-Chef Jo Debecker die Ergebnisse. KI wandle die Arbeitswelt, ersetze sie aber nicht. Nur 21 Prozent der Technologiechefs gaben in der Studie an, dass KI zu einem Personalabbau geführt habe.

Aktivere KI bringt Herausforderungen

Der einflussreichste Technologietrend für Unternehmen im Jahr 2026 sei entsprechend "Agentic AI". Das sind Systeme, die in der Lage seien, Aufgaben zu planen, Entscheidungen zu treffen und eigenständig auszuführen.

Damit werde der Übergang von KI als unterstützendem Tool hin zu einer Technologie markiert, die aktiv an der Ausführung von Aufgaben beteiligt sei. Das bringe neue Anforderungen an Governance, Verantwortlichkeiten und Organisationsstrukturen mit sich, heisst es weiter.

So berichten lediglich 46 Prozent der befragten CTOs von etablierten Rahmenwerken für verantwortungsvolle KI. Auch sind nur 44 Prozent der Ansicht, dass Führungsteams über ausreichendes KI-Know-How verfügen und nur 36 Prozent zeigen sich mit dem Vertrauen der Belegschaft in KI zufrieden. Erstmals werde zudem Innovation und nicht mehr Effizienz als wichtigster Treiber für digitale Investitionen genannt.

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