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Region SDA
Keystone-SDA | Dienstag, 24. Februar 2026

Surses GR stimmt über Hotelkauf von 9 Millionen Franken ab

Die Gemeinde Surses will das seit über vier Jahren geschlossene Hotel Cube in Savognin kaufen. Der dafür beantragte Kredit beläuft sich auf 8,9 Millionen Franken. Die Gemeindeversammlung genehmigte nun die Botschaft, die am 29. März zur Abstimmung kommt.

Der Entscheid war überaus deutlich: 282 der insgesamt rund 300 Anwesenden stimmten am Montagabend für die Botschaft. Die Geschichte des Hotels Cube ist auch eine entsprechend vieldiskutierte Sache in der Gemeinde. Das würfelförmige Hotel mit 280 Betten am Fuss der Bergbahnen wurde 2005 eröffnet, 2018 erstmals geschlossen, 2020 kurzzeitig wiedereröffnet und nach einem weiteren Versuch im Januar 2022 definitiv dichtgemacht.

Seit August steht es zum Verkauf. Da sich bislang kein Käufer fand, droht dem im Besitz eines österreichischen Unternehmers befindlichen Betrieb bis Ende März der Konkurs. Dies gelte es zu verhindern, um Imageschäden für die Region abzuwenden, so die Gemeinde.

Ja oder Nein zum Tourismus

"Heute entscheiden wir, ob wir Ja oder Nein zum Tourismus in Surses sagen", erklärte der Gemeindepräsident Daniel Wasescha in der voll besetzten Mehrzweckhalle. Geplant ist, das Gebäude bis Weihnachten als Jugendherberge unter der Leitung der Schweizer Jugendherbergen wiederzueröffnen. Vorgesehen sind fünf Millionen Franken für den Kauf, 3,7 Millionen für Investitionen sowie 200’000 Franken als Reserve.

Unterstützt wird das Projekt vom Tourismusbüro Val Surses Savognin Bivio und den Bergbahnen. Die Gemeinde verweist auf einen Rückgang der Logiernächte seit 2013 um 37 Prozent auf zuletzt 76’000. Mit der Wiedereröffnung sollen wieder über 100’000 Übernachtungen pro Jahr erreicht werden.

Im ersten Betriebsjahr rechnet die Gemeinde noch nicht mit schwarzen Zahlen. Langfristig werden jährliche Einnahmen von 370’000 Franken in Aussicht gestellt. Werden die Ziele verfehlt, kann der Vertrag nach fünf oder zehn Jahren aufgelöst werden. Eine Steuererhöhung sei nicht vorgesehen, betonte Wasescha.

Kritik kam einzig von einem Bürger, der eine Konkurrenzierung der privaten Gastronomie befürchtet. Der Gemeindepräsident entgegnete, es sei zwar nicht Aufgabe einer Gemeinde, ein Hotel zu kaufen. Da der Markt jedoch keine Lösung gefunden habe, müsse nun die öffentliche Hand handeln.

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