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Keystone-SDA | Montag, 15. Juni 2026

SVP legt in den Kantonen trotz Abstimmungsniederlagen weiter zu

Trotz der Abstimmungsniederlage hatte die SVP am Sonntag Grund zur Freude: Im Kanton Graubünden zieht sie nach 18 Jahren wieder in die Regierung ein. Vor allem in den Kantonsparlamenten gewann die Partei zuletzt an Einfluss - auch wegen der jüngsten Asyldebatte.

Bei den Parlamentswahlen legte die SVP im Bergkanton um zehn Sitze zu und ist neu die stärkste Kraft im Bündner Grossen Rat. Damit bestätigt sich ein schweizweiter Trend: Seit den nationalen Wahlen 2023 hat die SVP in den Kantonsparlamenten um insgesamt 65 Sitze zugelegt, wie eine Auswertung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vom Montag zeigt.

Für die Politologin Sarah Bütikofer vom Forschungsinstitut Sotomo ist diese Tendenz auch auf die Parteigrösse der SVP zurückzuführen. "Wenn sie ihre Wählerschaft gut mobilisiert, profitiert sie entsprechend." Die SP als zweite Polpartei legte zwar auch an Sitzen zu, profitierte aber weniger von der zunehmenden Polarisierung.

Obwohl das Stimmvolk gleichzeitig die 10-Millionen-Initiative versenkte, dürfte die SVP als Initiantin von den damit verbundenen Diskussionen profitiert haben. "Diese Debatten führen zu einer Mobilisierung ihrer Wählerschaft und stärken die Partei bei Wahlen", so Bütikofer.

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