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Keystone-SDA | Donnerstag, 09. Juli 2026

Swiss prüft nach Skyguide-IT-Ausfall Schadenersatzforderungen

Die Swiss prüft nach einem IT-Ausfall bei Skyguide Schadenersatzforderungen gegen die Flugsicherung. Hintergrund ist ein jüngstes Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH).

Die Prüfung beziehe sich ausschliesslich auf den IT-Ausfall vom 21. Juni 2026, sagte eine Swiss-Mediensprecherin am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Die "Neue Zürcher Zeitung" hatte zuvor darüber berichtet.

Die Swiss analysiere derzeit, ob und inwieweit solche Ereignisse unter das EuGH-Urteil fielen. Frage sei auch, ob das Urteil im Rahmen des bilateralen Luftverkehrsabkommens zwischen der Schweiz und der EU anwendbar ist.

Die damalige Luftraumsperrung habe den Flugbetrieb erheblich beeinträchtigt: 14 Flüge seien annulliert worden, wovon rund 1750 Passagiere direkt betroffen gewesen seien. Hinzu gekommen seien zahlreiche Verspätungen mit Auswirkungen auf das Drehkreuz und den gesamten Betriebsablauf.

Swiss betont Partnerschaft

Zum möglichen finanziellen Umfang allfälliger Forderungen machte die Swiss keine Angaben. Eine Berechnung wäre mit erheblichem Aufwand verbunden und werde deshalb derzeit nicht vorgenommen. Zusätzliche Kosten seien unter anderem durch Umplanungen sowie die Betreuung und Umbuchung von Passagieren entstanden.

Gleichzeitig sei Skyguide ein unverzichtbarer Partner, betonte die Airline. Man stehe in engem Austausch. Sicherheit habe oberste Priorität und dürfe nie kompromittiert werden. Die jüngsten Vorfälle zeigten aber, dass die Widerstandsfähigkeit der Systeme weiter gestärkt werden müsse.

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