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Keystone-SDA | Donnerstag, 09. Juli 2026

Tadej Pogacar nach einer Machtdemonstration wieder in Gelb

Die erste schwere Bergetappe der Tour de France endet im Duell zwischen Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard mit einer Machtdemonstration des Slowenen.

Pogacar erreicht das Ziel in Gavarnie-Gèdre in den Pyrenäen mit 2:38 Minuten Vorsprung vor dem Dänen. Die Differenz auf seinen Dauerrivalen im Gesamtklassement beträgt dank der Bonifikation einigen Sekunden mehr, nämlich 2:42 Minuten. Als Dritter steht derzeit der Mexikaner Isaac del Toro auf dem Tour-Podest. Der Team-Kollege von Pogacar ist 3:27 im Hintertreffen.

"Ein unglaublicher Sieg, einer der süssesten", sagte Pogacar unmittelbar nach dem Rennen im offiziellen Interview. Dieser Erfolg gehöre zu den Top 5 bei seinen Auftritten an der Tour de France. Er habe oft an seinen Handbruch am Tourmalet zurückdenken müssen, er habe einige "Flashbacks" gehabt. "Es ging mir in den Gedanken während der Fahrt nicht um jede Sekunde", sagte er hinsichtlich des vergrösserten Abstands. "Ich wollte einfach voll durchfahren."

Zweiter und erster Verlierer

Vingegaard kam am Donnerstag als Zweiter ins Ziel. Er selber war wiederum 20 Sekunden schneller als eine Gruppe mit Remco Evenepoel, Paul Seixas oder Del Toro. Yannis Voisard als bester Schweizer fuhr als 16. mit 8:21 Minuten Rückstand über die Ziellinie. Im Gesamtklassement ist der Jurassier 21.

Mit dem Tagessieg übernahm Pogacar das Leadertrikot von Torstein Träen. Der Norweger im Maillot jaune stürzte, bereits klar distanziert, in einer Abfahrt in einer Kurve. Dennoch setzte er die Rundfahrt fort.

Früher Angriff

Die Entscheidung um den Tagessieg fiel 5 km vor dem Kulminationspunkt des Col du Tourmalet, dem zweitletzten Hindernis des Tages. Pogacar griff an, Vingegaard konnte zunächst in Sichtweite folgen. Doch in den letzten Kehren musste der Däne abreissen lassen. Er konnte das Tempo nicht mehr halten und fuhr mit 30 Sekunden Rückstand über den Pass.

Unten im Tal betrug Pogacars Vorsprung dank seiner stärkeren Abfahrt bereits eine Minute. Im 18 kmr langen Schlussanstieg mit durchschnittlich knapp vier Prozent Steigung baute der Slowene seinen Vorsprung um weitere anderthalb Minuten aus.

Das sechste Teilstück mit fünf kategorisierten Anstiegen und 4100 Höhenmetern gehört zu den drei anspruchsvollsten Etappen der Tour 2026. Bereits bei der ersten schweren Prüfung scheint in der Bruthitze die Entscheidung um den Gesamtsieg gefallen zu sein, obwohl die Königsetappe hinauf zur Alpe d'Huez erst in der dritten Woche folgt. Pogacar ist der fünfte Gesamtsieg kaum mehr zu nehmen, sofern ihn nicht eine Krankheit oder ein Sturz zurückwirft.

Am Freitag und Samstag folgen Flachetappen. Die Anwärter auf das Gesamtklassement können ihre Kräfte nach den Pyrenäen schonen und das Feld den Sprintern und ihren Helfern überlassen.

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