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Keystone-SDA | Donnerstag, 18. Juni 2026

Tessiner Pilotprojekt von Bund und Hochschule zur Mückenüberwachung

Der Bund lanciert zusammen mit der Fachhochschule der italienischen Schweiz (SUPSI) und den Tessiner Gesundheitsbehörden ein Überwachungsprogramm für das West-Nil-Virus. Bei einem Besuch in Mendrisio hat BAG-Direktorin Anne Lévy die Vorarbeit des Tessins gelobt.

Ziel sei es, das Risiko neuer Fälle des West-Nil-Virus zu verringern, hielt die Direktorin des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) auf einem Medienrundgang an der SUPSI in Mendrisio fest. Dank seiner Vorbildfunktion in der Überwachung und Bekämpfung von Vektoren und vektorübertragenen Krankheitserregern werde das Institut für Mikrobiologie der SUPSI künftig als nationales Kompetenzzentrum auf dem Gebiet fungieren.

Konkret entwickeln das BAG, das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), das Institut für Mikrobiologie der SUPSI und die Gesundheitsbehörden des Kantons Tessin gemeinsam ein Überwachungsprogramm für das West-Nil-Virus, wie es weiter hiess. Das Pilotprojekt konzentriert sich gemäss dem Ansatz von "One-Health" auf die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt.

Tessin als Modell für die Schweiz

Das integrierte regionale Überwachungsprogramm könnte als Modell für die Umsetzung auf nationaler Ebene dienen, heisst es in einer Medienmitteilung. Auch wenn es bisher nur einen lokal übertragenen, bestätigten Fall gebe, sei es entscheidend, frühzeitig Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu ergreifen, hielt Lévy fest. Die SUPSI leiste in diesem Bereich eine wichtige Vorarbeit für die Schweiz.

Das Tessin sei für dieses Projekt prädestiniert, könnte die Region doch dereinst Eintrittspforte für das West-Nil-Virus sein, erklärten der Tessiner Kantonsarzt Giorgio Merlani und der Direktor des Instituts für Mikrobiologie der SUPSI, Francesco Origgi. Im nahen Norditalien ist das Virus in den Mücken bereits etabliert.

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