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Thun verliert zum dritten Mal in Folge gegen Lugano
Der FC Thun hat es verpasst, den ersten Matchball zum Meistertitel zu verwandeln: Das Heimspiel gegen den FC Lugano geht 0:1 verloren.
Ein Sieg wäre nötig gewesen, damit sich die Berner Oberländer zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte zum Schweizer Meister hätten krönen können. Über 10'000 Fans gingen ins Stadion, um diesen womöglich historischen Moment live mitzuerleben. Doch die Tessiner - das einzige Team der Liga, das in dieser Saison eine positive Bilanz gegen Thun vorweisen kann - machten der vorzeitigen Party einen Strich durch die Rechnung.
In einer intensiven Schlussphase, in der beide Teams den Siegtreffer suchten, kam Lugano in der Nachspielzeit nach einem Konter zum siegbringenden Penalty. Diesen verwandelte der eingewechselte Ezgjan Alioski in der 97. Minute mit einem satten Schuss in die Tormitte. Damit setzten sich die Tessiner zum dritten Mal in Folge mit 1:0 gegen Thun durch.
Wie schon in den letzten beiden Duellen hatte Trainer Mattia Croci-Torti sein Team hervorragend eingestellt. Die Gäste liessen defensiv lange kaum etwas zu und behaupteten bei gegnerischen Standardsituationen meist die Lufthoheit. Da den Thunern angesichts des greifbaren Triumphs die nötige Lockerheit fehlte, entwickelte sich eine zerfahrene Partie mit hart umkämpften Duellen und giftigen Wortgefechten, aber nur wenigen Torchancen.
Dies änderte sich erst in der zweiten Halbzeit, als beide Mannschaften zielstrebiger nach vorne spielten. Dabei verzeichnete Lugano die etwas besseren Möglichkeiten, die beste vergab Hadj Mahmoud in der 85. Minute. Die Thuner blieben vor allem durch Konter gefährlich, am Ende fehlte ihnen aber das nötige Glück.
Trotz des verpassten Heimerfolgs ist der Titelgewinn nur noch eine Frage der Zeit - und könnte bereits am Sonntag feststehen. Dabei ist der FC Thun allerdings auf Schützenhilfe des Kantonsrivalen angewiesen: Holt der BSC Young Boys im Heimspiel gegen St. Gallen mindestens einen Punkt, wird Thun "auf dem Sofa" Schweizer Meister. Die Mannschaft wird die Partie gemeinsam beim Public Viewing in der Stockhorn Arena verfolgen. Eine grosse Meisterparty an diesem Wochenende bleibt also weiterhin möglich.
Telegramm:
Thun - Lugano 0:1 (0:0)
10'014 Zuschauer. - SR Cibelli. - Tor: 97. Alioski (Penalty) 0:1.
Thun: N. Steffen; Bamert, Montolio (5. Dähler), Bürki, Heule; Bertone, Käit (74. Dursun); Fehr (62. Matoshi), Imeri (62. Meichtry); Ibayi (74. Labeau), Rastoder.
Lugano: Von Ballmoos; Papadopoulos, Mai, Delcroix; Zanotti, Bislimi (89. Pihlström), Grgic, Cimignani (77. Alioski); R. Steffen (89. Bottani), Koutsias (57. Behrens), Daniel Dos Santos (46. Mahmoud).
Bemerkungen: Verwarnungen: 33. Heule, 36. Papadopoulos, 46. Fehr, 53. Zanotti, 81. Mahmoud, 95. Bürki, 100. Alioski.

















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