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Keystone-SDA | Montag, 12. Januar 2026

Tierschützer erheben Einsprache gegen Lachsfarm in Mollis

Die Tierschutzorganisation Fair-Fish hat Einsprache gegen die geplante Lachsfarm in Mollis erhoben. Dort will die Firma Swiss Blue Salmon für 180 Millionen Franken eine Fischzucht realisieren.

Die Gemeinde Glarus Nord, zu der Mollis gehört, bestätigte gegenüber Keystone-SDA den Eingang der Einsprache. Zuerst berichtete "20 Minuten" darüber. In der geplanten Anlage sollen zu Spitzenzeiten bis zu 1,5 Millionen Tiere gemästet werden, schrieb Fair-Fish auf Facebook. Das sei pure Massentierhaltung.

In solchen Anlagen komme es immer wieder zu massenhaftem Fischsterben aufgrund von Störungen oder menschlichem Versagen. Die Lachse hätten in solchen Zuchtbetrieben sehr wenig Platz und würden unter Stress und Langeweile leiden.

Firma verweist auf Importersatz

Die Firma Swiss Blue Salmon wolle nun das Gespräch mit der Tierschutzorganisation suchen, berichtete das Regionaljournal Ostschweiz von SRF am Montag.

Bereits in einer früheren Mitteilung strichen die Projektverantwortlichen die Vorteile des Projekts heraus. Mit den geplanten Anlagen könnten mehr als zehn Prozent des aus dem Ausland importierten Lachses durch lokal produzierten Fisch ersetzen werden.

Sie sprachen ausserdem von einer deutlich tier- und umweltfreundlicheren Lachsproduktion als etwa in den entsprechenden Industrien in Norwegen und Kanada, wo die Zucht in Netzkäfigen im Meer bei Umweltorganisationen in Verruf geraten ist.

Geschlossene Kreislaufanlage

50 Arbeitsplätze sollen am Standort zwischen der Bahnlinie beim ehemaligen Bahnhof Weesen SG und der Autobahn entstehen. In zwei grossen Industriebauten würden unter anderem die Fischzucht sowie die Fischverarbeitung untergebracht, ist dem Baugesuch zu entnehmen.

Die Fische der geplanten Lachszucht sollen in einer geschlossenen Kreislaufanlage während rund zwei Jahren aufgezogen werden. Dies sei gemäss Swiss Blue Salmon ohne Einsatz von Antibiotika möglich.

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