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Keystone-SDA | Donnerstag, 26. März 2026

Trump verschiebt erneut Iran-Ultimatum

US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum an den Iran zur Freigabe der Strasse von Hormus erneut verlängert. Bis zum 6. April um 20.00 Uhr (US-Ostküstenzeit, 7. April 2.00 Uhr deutscher Zeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte Trump unter Verweis auf "sehr gute" Gespräche auf der Plattform Truth Social an.

Nach Darstellung des US-Präsidenten bat der Iran um eine Verschiebung. Eigentlich wäre die von Trump gesetzte Frist am kommenden Samstag deutscher Zeit abgelaufen.

Trump hatte dem Iran damit gedroht, Kraftwerke zu zerstören, sollte Teheran die Strasse von Hormus nicht vollständig und "ohne Drohungen" für den Schiffsverkehr öffnen. Ursprünglich hatte er dafür ein Ultimatum gesetzt, das in der Nacht zum Dienstag deutscher Zeit ausgelaufen wäre. Am Montag hatte er dann angekündigt, wegen "sehr guter und produktiver Gespräche über eine vollständige und endgültige Beilegung unserer Feindseligkeiten" für weitere fünf Tage auf solche Angriffe zu verzichten.

Iran hatte mit Vergeltung gedroht

Der Iran hatte für den Fall von Angriffen auf seine Kraftwerke unter anderem mit der vollständigen Schliessung der Meerenge gedroht, die für den weltweiten Ölhandel sehr wichtig ist. Ausserdem drohte Teheran als Vergeltung Angriffe auf Energieanlagen in Golfstaaten an.

Vor seiner jüngsten Ankündigung hatte Trump bereits eine Verschiebung der Frist nicht ausgeschlossen. "Ich weiss es noch nicht", sagte er in Washington auf eine entsprechende Frage, ob die Frist aufgeschoben sei. Trump sagte, sein Schwiegersohn Jared Kushner, der Sondergesandte Steve Witkoff und Vizepräsident JD Vance würden ihn über den Fortgang der Verhandlungen unterrichten. Davon hänge ab, ob es bei dem Ultimatum bleibe. "Wir haben jede Menge Zeit", sagte Trump.

Der Konflikt um die Strasse von Hormus

Der von den USA und Israel angegriffene Iran hatte seit Kriegsbeginn wiederholt Schiffe in der Strasse von Hormus per Funk dazu aufgerufen, diese nicht zu passieren. Teheran griff in der Region seither wiederholt auch Schiffe an - mit gravierenden Auswirkungen auf den weltweiten Handel von Gas und Öl.

Die Meerenge ist die einzige Verbindung des Persischen Golfs mit den Weltmeeren und gilt als eine der wichtigsten Routen der Seefahrt weltweit. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wird durch die Passage transportiert. Der grösste Teil davon geht in Richtung China, Indien und in andere asiatische Länder. Auch etwa 20 Prozent des weltweiten Flüssiggashandels läuft durch die Meerenge.

Die Menschen in Deutschland spüren die Auswirkungen der faktischen Blockade unter anderem beim Tanken, weil die Preise für Benzin und Diesel stark gestiegen sind. Experten vermuten, dass auch Lebensmittel teurer werden könnten.

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