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Keystone-SDA | Samstag, 04. Juli 2026

Unihockey-Trainer soll Spieler in Umkleidekabinen gefilmt haben

Ein Unihockey-Trainer soll seine Spieler über Jahre hinweg heimlich in Umkleidekabinen gefilmt haben. Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland hat eine entsprechende Strafuntersuchung eingeleitet.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Zürich wegen Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte, wie ein Sprecher am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Er bestätigte damit einen Bericht von "Blick".

Dem Mann wird vorgeworfen, die Spieler im Rahmen seiner Trainer-Tätigkeit ohne deren Zustimmung in den Umkleidekabinen aufgenommen zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht von rund 90 mutmasslich Geschädigten aus. Zu den betroffenen Vereinen machte sie mit Verweis auf den Persönlichkeitsschutz keine Angaben.

Einer der betroffenen Unihockeyvereine ist der Grasshopper Club Zürich. Der Beschuldigte war dort in der Saison 2021/22 als Trainer im Nachwuchsbereich tätig, wie der Club informierte. Der Verein unterstütze die Behörden im Rahmen seiner Möglichkeiten und stehe den betroffenen Spielern unterstützend zur Seite, soweit erwünscht und rechtlich zulässig.

Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass das Videomaterial im Internet oder über andere Kanäle verbreitet wurde, wie die Staatsanwaltschaft weiter angab. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

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