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Vier Ostschweizer Kantone setzen auf ambulante Eingriffe
Vier Ostschweizer Kantone wollen die Gesundheitskosten senken. Eine neue Liste legt fest, welche Operationen künftig ambulant erfolgen. So sollen Einsparungen von rund 2,1 Millionen Franken möglich werden.
Die Regierungen der Kantone St. Gallen, Thurgau, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden erlassen erstmals eine gemeinsame Liste mit 18 Eingriffen, wie sie am Donnerstag mitteilen.
Diese Operationen müssen künftig grundsätzlich ambulant durchgeführt werden, wobei Ausnahmen bei besonderen Umständen möglich bleiben. Die Regelung betrifft unter anderem Eingriffe der Fuss-, Ellenbogen- und Schulterchirurgie. Als Folge davon erwarten die Kantone Einsparungen in der Höhe von rund 2,1 Millionen Franken.
Die Umsetzung der Liste erfolgt gestaffelt. Der Hauptteil tritt demnach am 1. Januar 2027 in Kraft. Wo eine ambulante Leistungserbringung grössere Änderungen benötige, werde den Spitälern Zeit bis zum 1. Januar 2028 eingeräumt, heisst es weiter.
"Medizinisch sinnvoll und kosteneffizient"
Auch bei der Psychiatrie wollen die vier Kantone sparen. Sie erarbeiten eine gemeinsame Spitalplanung, um Behandlungen von stationären Klinikaufenthalten in ambulante oder tagesklinische Angebote zu verlagern. Das Potenzial für eine solche Verlagerung wird auf 15 bis 20 Prozent der heutigen Klinikaufenthalte geschätzt.
Eine Herausforderung sei dabei die Finanzierung, heisst es weiter. Die Kantone wollen deshalb in Zusammenarbeit mit Leistungserbringern und Versicherern die Finanzierungsmodelle anpassen.
"Ambulant vor stationär ist medizinisch sinnvoll und zugleich kosteneffizient", wird der St. Galler Gesundheitsdirektor Bruno Damann (Mitte) in der Mitteilung zitiert. Deshalb müsse dieser Weg konsequent weitergegangen werden.

















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